Orietierungslauf
Matthias Merz: «Ich bin nicht enttäuscht, sondern nur völlig erschöpft»

Der 28-jährige Aargauer Matthias Merz wird an der Weltmeisterschaft in Lausanne seiner Favoritenrolle über die Langdistanz gerecht und holt nach dem Sprint zum zweiten Mal Silber.

Rainer Sommerhalder
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Insgeheim hatte man gehofft, Merz könnte in der Königsdisziplin des Orientierungslaufens sogar seinen Weltmeistertitel von 2007 wiederholen. Doch dafür war der norwegische Europameister Olav Lundanes zu stark. Er lief nach knapp 95 Minuten mit einem sicheren Vorsprung auf Merz ins Ziel.

Dieser freute sich auch an Platz 2, obwohl er nach dem Zieleinlauf nicht unbedingt diesen Eindruck machte. «Ich bin nicht enttäuscht, sondern nur völlig erschöpft», entschuldigte er sich quasi beim ersten Interview dafür, dass er kaum jubelte.

Er sei stolz auf seine Leistung, doch um zu gewinnen hätte er einen Superlauf gebraucht. «Und das war es heute nicht ganz», sagte der inzwischen neunfache WM-Medaillengewinner. Seine Jubiläumsmedaille strebt er nun morgen Samstag zum Abschluss der Welttitelkämpfe mit der Staffel an. Selektioniert dafür wird morgen Freitag. Noch ist möglich, dass die Schweizer Männerstaffel ganz aus Aargauern bestehen wird, Nämlich dreimal Matthias - Merz, Müller und Kyburz.

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