OL
Matthias Kyburz wird Schweizer Meister in der Langdistanz

Die Schweizer Meister in der Langdistanz heissen Matthias Kyburz und Simone Niggli. Kyburz, der 22-jährige Fricktaler verteidigte seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. Matthias Kyburz konnte bei der Männer-Elite zweimal gewinnen.

Susan Gloor
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Sorgte für die Musik: Matthias Kyburz

Sorgte für die Musik: Matthias Kyburz

Ein heisses Wochenende gab es für den Schweizer Orientierungslauf im Baselbiet. Am Samstag zeigte sich die nationale Elite am 8. nationalen OL im Raum Bad Schauenburg/Röserntal. Am Sonntag dann wurden um die Sissacherfluh/Limperg bis nach Lausen Stutz in 29 Kategorien Schweizer Meister in der Langdistanz erkoren.

1280 Orientierungsläuferinnen und -läufer liessen sich von den heissen äusseren Bedingungen nicht beirren und gingen ab 9 Uhr auf der Sissacherfluh im Minutentakt auf die Suche nach ihren Posten – über alle Kategorien 117 Posten.

Nur Kyburz mit guter Leistung

Die dieses Jahr stark auftrumpfenden Sportlerinnen und Sportler aus der Nordwestschweiz konnten bis auf Matthias und Andreas Kyburz aus Möhlin mit ihrer Leistung nicht brillieren. Ines Brodmann war vergangene Woche krank und Rahel Friedrich hat nach ihrer starken Leistung an der WM in Lausanne beschlossen, ihre Sehnenentzündung im Fuss zu kurieren. Den Lauf vom Samstag bestritt die Baslerin zwar, doch das Resultat und die Schmerzen überzeugten nicht.

Nachdem Fabian Hertner am Samstag wegen des Stempelns bei einem falschen Postens disqualifiziert wurde, hätte er am Sonntag etwas gutzumachen gehabt. Aber daraus wurde nichts. Bereits beim ersten Posten hatte er sich an einem Ast den Kopf angeschlagen und dadurch einen Zahn abgebrochen. Wegen der Schmerzen konnte er sich nicht mehr auf den Lauf konzentrieren, fand die Posten nicht fehlerfrei und brach nach der Hälfte des Laufs ab.

Form gehalten und viel trainiert

Matthias Kyburz konnte bei der Männer-Elite sowohl am Samstag wie auch am Sonntag den Sieg davontragen. Nach dem Saisonhöhepunkt in Lausanne, der ihm auf der Langdistanz nicht wunschgemäss geglückt war, habe er seine Form gut halten können und viel trainiert. Dazu kam, dass dem Mehlemer diese Wälder vertraut waren, obwohl er noch nie darin OL gelaufen sei – was nicht möglich war, da erst jetzt auf die SM hin die Karte aktuell erstellt wurde. «Dennoch habe ich mich auf diese beiden Wettkämpfe gefreut und war heiss darauf», meint der alte und neue Schweizer Meister zu seiner guten Leistung.

Hinter den bekannten Nordwestschweizer Gesichtern tut sich kein Loch auf, sondern vielmehr drängen die Jungen nach vorne. Der für den OLV Baselland startende Christoph Meier aus Lausen hatte ein Heimspiel und freute sich sehr über seinen zweiten Rang bei den Männern 20. Bei den Frauen standen gleich zwei Regionale zuoberst auf dem Podest und wurden Schweizer Meisterinnen: Salome Schweizer (OLV Baselland) bei den Frauen 18 und die für Deutschland startende Hanna Müller vom OLG Basel bei den Frauen 16.

Sie standen wie sämtliche andere Aktive im Zielraum und diskutierten die von ihnen gewählten Routen mit anderen Mitstreitern, um die noch bessere Mischung zwischen Höhenmeter und kräfteschonenden Umwegen auszumachen.