Die über 115 km führende Auftaktetappe forderte den 114 gestarteten 17- und
18-jährigen Nachwuchsradsportlern einiges ab. Die in Bettwil, dem höchstgelegenen Dorf des Kantons zu Ende gehende Etappe wurde zu einem richtigen Ausscheidungsrennen.

Das Feld wurde «gesprengt»

Die zweimalige Passage des Niesenberges zog das Feld schon früh in die Länge. Die warme Temperatur trug zusätzlich dazu bei, dass die Rennfahrer das Ziel fast nur einzeln oder in kleinen Gruppen erreichten. Auf den letzten 20 km splitterte sich die 14er-Spitze, die sich bereits in der Anfangsphase gebildet hatte, komplett auf. Mit Simon Brühlmann, der in der Endausscheidung allerdings zurückfiel, hatte nur ein Schweizer in der Spitzengruppe Unterschlupf gefunden. Die Schlusssteigung von Fahrwangen nach Bettwil nahm der Deutsche Eric Süssemilch mit einigen Sekunden Vorsprung alleine in Angriff. Auf den letzten Metern vermochten der Holländer Mathieu van der Poel und der Australier Ayden Toovey zu kontern und den Deutschen kurz vor dem Ziel einzuholen.

Erschöpft im Ziel

Im Endspurt setzte sich Van der Poel ganz knapp durch. «Diese Startetappe war unheimlich schwer. Umso mehr freue ich mich über diesen Sieg», bilanziert ein sichtlich erschöpfter Van der Poel. Van der Poel wird sich trotz dieser Anstrengung rasch erholen und darf als Anwärter auf den Gesamtsieg gehandelt werden. Mit dem 18-jährigen Holländer hat der diesjährige GP Rüebliland einen illustren Fahrer in der Leaderposition.