Matchbericht
Traum von der Barrage geplatzt: FC Aarau beendet die Saison mit einer Heimpleite gegen Lausanne-Ouchy

Der FC Aarau verliert im letzten Spiel vor heimischer Kulisse gegen Stade Lausanne-Ouchy mit 0:3. Damit schliessen die Aarauer diese Saison auf Platz 5 der Tabelle ab. Trotzdem stimmt die Entwicklung der Mannschaft positiv.

Sebastian Wendel
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Der FC Aarau unterliegt Lausanne-Ouchy im letzten Spiel der Saison deutlich mit 0:3.
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Ehre, wem Ehre gebührt: Elsad Zverotic wird nach seinem letzten Einsatz im FCA-Dress gefeiert.
Elsad Zverotic beendet im Alter von 34 Jahren seine Karriere – zuletzt spielte er drei Jahren für den FC Aarau.
Die Aarau-Spieler bedanken sich nach der Niederlage bei den Mauerfans.
Roland Ndongo sorgt in der 84. Minute für die Entscheidung.
Olivier Jäckle kommt einen Schritt zu spät.
Raoul Giger wird ab der zweiten Halbzeit eingewechselt.
Mickael Almeida verlässt enttäuscht das Feld.
Jerome Thiesson hat alle Hände voll zu tun.
Quentin Gaillard erhöht für die Gäste nach 56. Minuten auf 2:0.
Für den FC Aarau gibt es auch in der zweiten Halbzeit nichts zu jubeln.
Die Gäste führen zur Halbzeit im Brügglifeld.
Die Mauerfans fiebern mit dem FC Aarau.
Alban Ajdini jubelt nach seinem Tor zum 0:1 mit dem Trikot von Michael Perrier.
Lausanne-Ouchy erweist sich wie erwartet als zäher Gegner.
Nach einem Eckball kassieren die Aarauer in der vierten Minute den ersten Gegentreffer.
Bastien Conus behauptet das Leder.
Der FC Aarau erwischt einen schwierigen Start gegen Stade Lausanne-Ouchy.

Der FC Aarau unterliegt Lausanne-Ouchy im letzten Spiel der Saison deutlich mit 0:3.

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Es sind rührende Szenen zum Schluss einer aufregenden Saison – und nein, das Verpassen der Barrage spielt in diesem Moment keine Rolle. Die Bühne gehört Elsad Zverotic, dem Mann, dessen glorreiche Karriere ihn von Wil über Luzern, Bern, England und Sion vor drei Jahren ins Aarauer Brügglifeld geführt hat und die an diesem 20. Mai 2021 endet.

Elsad Zverotic absolvierte gegen Lausanne-Ouchy das letzte Spiel seiner Karriere.

Elsad Zverotic absolvierte gegen Lausanne-Ouchy das letzte Spiel seiner Karriere.

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Just mit dem 100. Einsatz im Trikot des FC Aarau. Die Teamkollegen bilden ein Spalier, die Mauerfans würdigen den Kämpfer mit einem Plakat und von der Tribüne gibts herzlichen Applaus für «100 Mal 100 Prozent für den FCA». Ab sofort wird Zverotic dem Klub in anderer Rolle dienen: Als Spürnase für vielversprechende und bezahlbare Talente, die den FC Aarau ein weiteres Stück näher bringen an das mittelfristige Ziel «Super League».

In der richtigen Liga

Die Gegenwart heisst «Challenge League» – und diese ist nach dem Verlauf des letzten Spieltages weiterhin die richtige Liga für den FC Aarau: Für den ganz grossen Sprung hat der Mannschaft im ersten Jahr nach dem Totalumbruch die Reife gefehlt in Momenten, in denen sich die Chance geboten hat, Patzer der Konkurrenz auszunutzen.

Der FCA hat es in dieser Saison verpasst, die Patzer der Konkurrenz auszunutzen.

Der FCA hat es in dieser Saison verpasst, die Patzer der Konkurrenz auszunutzen.

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Und dann, mit der kleinen Chance, am letzten Spieltag zum ersten Mal in der Saison auf den zweiten Tabellenrang zu klettern, ist die Leistung dafür in allen Belangen nicht gut genug. Da ist es ein kleiner Trost, dass auch ein Sieg gegen Stade Lausanne-Ouchy nichts genützt hätte, weil gleichzeitig der FC Thun in Wil gewonnen hat.

Aufstiegsspiele rücken früh in weite Ferne

Bereits in der vierten Minute geht viel von der anfänglichen Brisanz verloren: Ouchy geht nach einem Fehler in der Aarauer Abwehr durch Ajdini in Führung. So erstickt das erwartete Anfangsfeuerwerk des Heimteams im Keim – und als kurz darauf Thun in Wil in Führung geht, rücken Aufstiegsspiele mit Aarauer Beteiligung in noch weitere Ferne.

Doch der Fussball hat oft genug verrückte Geschichten geschrieben, den FCA in der Halbzeitpause abzuschreiben, wäre verfrüht. Und tatsächlich keimt Hoffnung auf: Zwei Minuten nach Wiederanpfiff donnert ein Weitschuss von Aarau-Verteidiger Bastien Conus an den Pfosten, kurz darauf kassiert Thun in Wil den Ausgleich. Geht da noch was?

Trotz bester Offensive der Liga: Der FC Aarau liess in dieser Saison zu viele Chancen liegen.

Trotz bester Offensive der Liga: Der FC Aarau liess in dieser Saison zu viele Chancen liegen.

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Nein: Kaum macht die Kunde vom 1:1 in Wil die Runde, trifft Ouchy in Aarau zum 2:0. Gegen eine entblösste Abwehr hat Gaillard leichtes Spiel. Zu allem Übel vergibt kurz darauf Donat Rrudhani zwei Meter vor dem leeren Tor kläglich und unterstreicht damit die zwei Hauptprobleme des FCA in dieser Saison: Hinten zu viele Gegentore kassiert, vorne – trotz bester Offensive der Liga – zu viele Chancen liegengelassen.

Aarau rutscht auf Rang 5 ab

Am Ende tritt an diesem Abend sogar der «Worst Case» ein: Weil Schaffhausen in Winterthur gewinnt, werden die Aarauer neben Ouchy auch von den Munotstädtern in der Tabelle überholt und schliessen wegen der schlechtesten Tordifferenz des Trios auf Rang 5 ab.

Der FC Aarau wird am Ende der Saison zwar nur Fünfter – die Entwicklung stimmt dennoch positiv.

Der FC Aarau wird am Ende der Saison zwar nur Fünfter – die Entwicklung stimmt dennoch positiv.

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Auf dem Papier entspricht dies dem Minimalziel, das die Klubleitung zu Beginn der Saison ausgerufen hat. Tatsächlich aber soll der Absturz in der Tabelle den Gesamteindruck nicht schmälern: Dass der FC Aarau bis zum letzten Spieltag ein Wörtchen um den Aufstieg mitredet und in den Cup-Halbfinal einzieht, das durfte und konnte im ersten Jahr nach der Generalüberholung von Klubstrategie und Personal nicht erwartet werden.

Die Entwicklung stimmt positiv – umso mehr, weil der Zenit noch lange nicht erreicht scheint. Bleibt zu hoffen, dass der FCA im Sommer von einem Ausverkauf seiner besten Kräfte verschont bleibt und dann in der neuen Saison dort weitermachen kann, wo er am 20. Mai 2021 aufgehört hat.

Das Telegramm

FC Aarau - FC Stade Lausanne Ouchy 0:3 (0:1)

Brügglifeld. - 100 Zuschauer. - SR: Tschudi. - Tore: 4. Ajdini 0:1. 56. Gaillard 0:2. 84. Ndongo 0:3.
Aarau: Enzler; Zverotic (46. Giger), Thiesson, Bergsma, Conus (81. Avdyli); Spadanuda, Jäckle, Schwegler (46. Balaj), Rrudhani (88. Hammerich); Almeida (52. Aratore), Stojilkovic.
Ouchy: Hammel (88. Steffen); Albizua, Hajrulahu, Routis; Asllani, Gaillard, Bamba, Qarri; Amdouni (78. Efendic), Ajdini (72. Ndongo); Mbenza (72. Schneuwly).
Bemerkungen: Aarau ohne Schindelholz (krank), Gashi, Peralta, Qollaku, Thaler (alle verletzt), Caserta, Hajdari, Schneider und Verboom (alle nicht im Aufgebot). Ouchy ohne Da Silva, Dalvand, Gazzetta, Lahiouel, Laugeois, Perrier, Rüfli, Tavares (alle verletzt) und Monteiro (nicht im Aufgebot). - 47. Pfostenschuss Conus. - Verwarnungen: 42. Almeida (Reklamieren), 72. Schneuwly (Foulspiel).

Spiel verpasst? Der Verlauf der Partie im Liveticker: