Zwei FC-Suhr-Spieler erlitten bei der Schlägerei leichte Verletzungen. Als die Polizei nach 17 Uhr anrückte, waren die Streithähne getrennt und die Mannschaften in den Kabinen. «Ein Anrufer meldete uns die Massenschlägerei in Suhr», bestätigte Kantonspolizeisprecher Bernhard Graser. Eine Strafanzeige sei im Zusammenhang mit der Schlägerei aber noch nicht eingetroffen, so Graser.

Zur Schlägerei, der verschiedene Provokationen vorangegangen waren, kam es gegen Ende des Spiels. Als der Reinacher Torhüter vom Platz gestellt wurde, war die Situation endgültig eskaliert: Spieler teilten Schläge aus und traten zu, Zuschauer mischten mit, andere versuchten zu schlichten. Schliesslich brach der Schiedsrichter das Spiel ab.

«So etwas dulden wir nicht»

Die wüste Massenschlägerei ist heute Abend bei den Verantwortlichen des Aargauischen Fussballverbandes traktandiert. Schiedsrichter-Obmann Luigi Ponte wollte gestern noch nicht darüber mutmassen, was mit den involvierten Klubs und Spielen passiert. Zuerst warte man den Schiedsrichter-Rapport und die Stellungnahmen der beteiligten Klubs ab. Er sagt aber: «Der Reinacher Klub fällt in diesem Zusammenhang nicht zum ersten Mal auf.» In den letzten zwei Jahren sei es alle zwei bis drei Spieltage zu Zwischenfällen gekommen. «So etwas können wir nicht dulden. Wenn der Verein selber nichts unternimmt, werden wir das übernehmen», betont Luigi Ponte. (SPI)