Laufsport
Märzendorfer und Albuquerque gewinnen Schlammschlacht

Die Crossmeisterschaften der Kantone Aargau und Bern in Windisch letzten Sonntag waren trotz kühlen Temperaturen und sehr schwierigem Untergrund mit 195 Startenden gut besetzt.

Sylvana Hacksteiner
Merken
Drucken
Teilen
Harte Bedingungen: Crossmeisterschaften in Windisch.

Harte Bedingungen: Crossmeisterschaften in Windisch.

zvg

Das Wettkampfgelände bei der Windischer Badi zollte dem heftigen Regen am Samstagabend jedoch Tribut: Bereits durch das Besichtigen der Strecke durch die jüngsten Teilnehmer verwandelte sich das Gelände teilweise in ein regelrechtes Schlammfeld, was sich im Laufe des durch die LAR TV Windisch organisierten Wettkampftages noch verschlimmerte.

Wetterfeste Athleten

Nicht umsonst bezeichnen sich die Leichtathleten jedoch gut und gerne als «wetterfest»: Trotz Kälte, Regen und Schlamm zeigten sie auch an diesen Meisterschaften Top-Leistungen. Im Kurzcross der Frauen (3km) trat die Leichtathletin Pamela Märzendorfer der LV Wettingen-Baden leicht angeschlagen an, konnte sich aber nichts desto trotz in 14:11,20 den Aargauer Titel sichern.

«Es war viel härter als gedacht, ging nur auf und ab mit vielen Kurven, tiefem Boden und überall Schlamm. Aber es war trotzdem lustig» meinte die 31-Jährige während dem Versuch, ihre Nagelschuhe vom Schlamm zu befreien.

Ebenso erging es dem neuen Aargauer Meister über die 9km-Distanz bei den Männern, dem aus Portugal stammenden Bruno Albuquerque vom BTV Aarau: «Ich fand diesen Cross sehr schwierig, es war mein Erster seit 2009 - aber als Einstieg in die Saison war er super», meinte ein mit seiner Zeit von 37:42,1 sichtlich zufriedener Albuquerque nach dem Titelgewinn.

Adrian Müller überzeugt

Bei den jüngeren Teilnehmern stach Adrian Müller des OL-Nachwuchskaders AG in der U20-Kategorie über 4 km hervor. Müller, der sonst auch für den BTV Aarau startet, belegte bis zum Sonntag in der Zwischenrangliste des «Cross Cup» Rang 4 und war für die Meisterschaften topmotiviert: «Ich hatte heute Morgen müde Beine, daher fand ich die schlammigen Kurven ziemlich heikel. Trotz Nagelschuhen war es schwierig, nicht auszurutschen», so das Nachwuchstalent nach seiner «Schlammschlacht», die er in 16:09,30 deutlich für sich entschied.

Neben Müller traten noch weitere Athleten und Athletinnen des OL Nachwuchskader AG beim Cross an, um ihre Wettkampfform zu testen und um sich mit den «Spezialisten» zu vergleichen.

«Wir nutzen diesen Cross immer als Vorbereitung für die Testläufe, die entscheiden, welche Nachwuchsathleten an den Junioren-EM und -WM starten dürfen», so Jérôme Käser, Cheftrainer des OL Regionalkaders Aargau. Ein wichtiger und gleichzeitig auch gelungener Anlass also nicht nur für die Leichtathleten, sondern auch für die OL-Läufer des Kantons.