FC Aarau
Marco Schällibaum: «Habe gehört, was ich hören wollte»

Der FC Aarau hat am Donnerstag den Vertrag mit Trainer Marco Schällibaum verlängert. Das sagt der Hauptbetroffene dazu.

Sebastian Wendel
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Die allgemeine Überraschung ist gross: Der FC Aarau hat am Donnerstag den Vertrag mit Trainer Marco Schällibaum verlängert. Und dies, obwohl einige Indizien dagegen sprachen und die FCA-Führungscrew bereits mit möglichen Nachfolgern gesprochen hatte.

Was sagt der Hauptbetroffene selber zur Wende im Trainerkrimi? Was sagt Schällibaum, der die positive Nachricht ausgerechnet an seinem 55. Geburtstag mitgeteilt bekam? «Ich bin primär froh, dass Klarheit herrscht. Ich habe immer daran geglaubt, dass meine Arbeit geschätzt wird und weiss, dass die Spieler zu 100 Prozent hinter mir stehen. Dass die Resultate in dieser Saison nicht berauschend waren, weiss ich auch. Doch es gibt Gründe dafür wie die vielen verletzten Stammspieler.»

Die Gespräche mit möglichen Nachfolgern bestätigte Roger Geissberger. Gemäss dem Vizepräsidenten habe der Verwaltungsrat damit nur seine Pflicht erfüllt, den Markt zu sondieren und Alternativen bereitzustellen. Mangelndes Vertrauen in Schällibaum sieht Geissberger darin nicht: «An der entscheidenden Sitzung hat sich der Verwaltungsrat einstimmig für Schällibaum entschieden.»

Schällibaum nimmt die Gespräche mit Giorgio Contini und Jeff Saibene locker. «Der Klub hatte eine Strategie und das ist sein gutes Recht. Klar hatte ich dabei gemischte Gefühle – das kratzt und beisst am Stolz. Für mich ist entscheidend, dass ich jetzt das Vertrauen spüre. Ich habe heute Mittag gehört, was ich hören wollte.»

 Schällibaums erste Trainerstation heisst Nyon: Von 1995 bis 1997 trainiert er Stade Nyonnais.
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 Darauf folgt ein Intermezzo beim FC Basel, wo Schällibaum von 1998 bis 1999 als Co-Trainer und kurze Zeit als Trainer tätig ist.
 Der erste längere Einsatz an der Seitenlinie absolviert er ab 1999 bei den Young Boys. 2001 gelingt ihm der Wiederaufstieg in die Nationalliga A.
2003 verlässt der als Vulkan bekannte Schällibaum die Hauptstadt...
...und heuert bei Servette an. Nach 41 Spielen ist 2004 bereits wieder Schluss.
Für ein knappes Jahr trainiert Schällibaum zwischen 2005 und 2006 Concordia Basel.
Noch kürzer fällt sein nächstes Engagement beim FC Sion aus: Nach vier Spielen schmeisst ihn Christian Constantin im November 2006 raus.
2007 findet Schällibaum Unterschlupf beim FC Schaffhausen und steigt mit den Munotstädtern ab. Er bleibt bis 2008 in Schaffhausen.
2008 bis 2009 amtet Schällibaum in Bellinzona. Hier schüttelt er dem damaligen St. Gallen-Trainer Uli Forte die Hand.
Die nächste Station ist der FC Lugano. 2010 und 2011 trainiert Schällibaum die Tessiner.
Abstecher nach Kanada: 2013 steht Schällibaum 43 Spiele an der Seitenlinie von Montreal Impact in der Major League Soccer (MLS).
Zurück in der Schweiz, trainiert Schällibaum 2015 den FC Chiasso. Hier klatscht er Alberto Regazzoni ab.
Seit Oktober 2015 steht Schällibaum beim FC Aarau unter Vertrag. Seine Premiere feierte er gegen den FC Biel.
Mit dem FCA weilt er 2017 im Trainingslager im spanischen Marbella.
Beim Gokart-Event drückt er kräftig auf das Gas.

Schällibaums erste Trainerstation heisst Nyon: Von 1995 bis 1997 trainiert er Stade Nyonnais.

Keystone

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