FC Aarau Frauen

Mara Gloor nach 1:2-Niederlage gegen Lugano: «Unsere Fehler wurden eiskalt bestraft»

Mara Gloor von den FC Aarau Frauen nach der 1:2-Niederlage gegen Lugano

Mara Gloor von den FC Aarau Frauen nach der 1:2-Niederlage gegen Lugano

Es scheint wie ein Déjà-vu. In den letzten Minuten kassieren die Aarauerinnen wie schon vor zwei Monaten im Tessin ein spätes Gegentor und verlieren gegen Lugano mit 1:2. Das Team von Andreas Zürcher bleibt am Tabellenende kleben.

Ratlos. Enttäuscht. Wieder einmal. Fabienne Kohler, Torhüterin und Spielführerin der FC Aarau Frauen, wollte sich unmittelbar nach dem Spiel nicht äussern. Auch ihre Mitspielerin Mara Gloor tat sich erst schwer, Worte zu finden. Nach einem tiefen Seufzer sagt sie: „Wenn wir wüssten, woran es liegt, würden wir es anders machen.“ Auch ihr Trainer Andreas Zürcher rang um eine Erklärung. „Es ist schwierig. Ich muss mir überlegen, was wir jetzt machen können. Wir hätten hier gewinnen sollen“, sagt er.  

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Es war ein Déjà-vu, das die Spielerinnen und der Trainerstaff der FC Aarau Frauen an diesem Mittwochabend erlebten. Wie schon vor zwei Monaten im Tessin verloren sie die Partie gegen Lugano mit einem Tor Unterschied. Und erneut war es ein Treffer kurz vor Schluss, der einen wichtigen Punktgewinn verhinderte.

Erfahrung fehlt

Die elfte Niederlage im zwölften Ligaspiel zeigt, wie schwer sich das Team in seiner ersten NLA-Saison tut. Es liegt nicht an der Qualität. Die Aarauerinnen bewiesen wie schon im Oktober, dass sie den Luganesi spielerisch in nichts nachstehen. Sie waren es, die das Spiel in der ersten Hälfte mehrheitlich kontrollierten und den Ball besser zirkulieren liessen. Es liegt auch nicht an der Einstellung. Die Spielerinnen rackerten, liefen auf und ab, liessen sich die sportlich schwierige Situation nicht anmerken.

Es liegt letztlich an der fehlenden Erfahrung. Das Team ist zu jung. Spielerinnen, die schon in der höchsten Spielklasse gespielt haben, wie Alessandra Abbühl oder Chloé Sylvestre, sind keine Leaderinnen. Zumindest nicht auf dem Feld. Auch Mara Gloor sprach die fehlende Erfahrung nach dem Spiel an: „Fehler werden auf diesem Niveau eiskalt ausgenutzt. Wir müssen trotzdem immer weitermachen und versuchen, solche Schnitzer abzustellen.“

Ein Patzer zu viel

In dieser Partie war es Nicole Tiller, die den Ball im eigenen Strafraum vertändelte und so das unglückliche Eigentor ihrer Mitspielerin Rita Filipa Do Sul Almeida zum 1:1 ermöglichte. Und in der 87. Minute patzte Torhüterin Fabienne Kohler, als sie mit einem missglückten Zuspiel das entscheidende 1:2 einleitete.

Dabei waren es in der ersten Hälfte noch die Aarauerinnen, die in Person von Nati-Spielerin Lara Jenzer von einem groben Schnitzer der Lugano-Torhüterin Chiara Canello profitierten. Aber am Ende stand es nicht nur in der Statistik „grobe Eigenfehler“ 1:2, sondern auch auf der Anzeigetafel.

Weil auch Yverdon an diesem Mittwochabend verlor (0:4 gegen Basel), bleiben die FC Aarau Frauen unverändert sechs Punkte hinter dem rettenden siebten Platz. Am Samstag spielen sie ihre letzte Vorrundenpartie auswärts in Bern gegen YB. Eines ist jetzt schon klar: Aarau wird als Tabellenletzter überwintern. Schöne Bescherung.

Lesen Sie hier den Liveticker nach:

Autor

Nicola Imfeld

Nicola  Imfeld

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