Der Österreicher Stefan Maierhofer hat seit September in zwölf Spielen sieben Tore erzielt und auch mit seiner unverfrorenen Art gewichtigen Anteil daran, dass die Aarauer bei Saisonhalbzeit an der Aufstiegsbarrage schnuppern.

Die starken Auftritte des «Majors» haben Aufsehen erregt. Auch im arabischen Raum. Die «AZ» weiss: Von dort liegt dem 36-Jährigen ein lukratives Angebot vor. Ob er es annehmen wird? Wahrscheinlich.

Die Mannschaft des FC Aarau wurde am Donnerstagabend über den bevorstehenden Abgang des Teamseniors informiert. Und darüber, dass Maierhofer im ersten Rückrundenspiel  ziemlich sicher nicht spielen wird. Grund: Das Risiko, dass sich Maierhofer gegen Wil verletzt und dadurch der Transfer nach Arabien platzen könnte, ist dem Österreicher wohl zu gross. 

Die Frage ist: Wie verkraften die Teamkollegen die Absenz ihres besten Torschützen? Kommt dazu: Maierhofer nahm in der Vorrunde nicht nur als Skorer, sondern auch als wortreicher Anführer auf und neben dem Platz eine wichtige Rolle ein. Mit seinem unverblümten Auftreten war Maierhofer ein wichtiger Faktor, damit sich die Verkrampfung bei den Teamkollegen nach dem schlechten Saisonstart wieder löst.

Von Anfang an eine Beziehung auf Zeit

Was steckt hinter dem drohenden Verlust von Maierhofer? Er hat seit seiner Ankunft in Aarau stets betont, wie gut es ihm gefalle und dass er alles gebe für den Verein. Gleichzeitig machte er nie einen Hehl daraus, dass er ein finanzielles Topangebot in seinem Alter kaum ablehnen könne und werde. Der FC Aarau und Maierhofer - von Anfang an eine Beziehung auf Zeit, eine Zweckehe.

Das hat er auch im Doppelinterview zusammen mit Petar Aleksandrov bekräftigt. Auf die Frage, ob er versprechen könne, beim Rückrundenauftakt gegen Wil auf dem Platz zu stehen, antwortet er: "Ich möchte nicht versprechen, in einem Monat noch hier zu sein, und dann kommt ein Angebot, das ich finanziell nicht ausschlagen kann oder weil mir der Verein einen Job nach der Karriere anbietet."

Der Transfermarkt im arabischen Raum ist noch wenige Tage geöffnet – mal schauen, ob und wann der «Major» Servus sagt. 

Kleiner Trost für den FCA: Der Klub, der Maierhofer vor Vertragsende verpflichten will, muss eine Ablösesumme bezahlen, die sich im mittleren fünfstelligen Bereich bewegen dürfte. So stehts in Maierhofers Vertrag. 

Der sportliche Verlust von Maierhofer ist zweifellos gross. Doch gerade im Sturm ist der FCA breit aufgestellt. Am naheliegendsten ist die Variante, dass gegen Wil Goran Karanovic die Rolle des "Majors" als Mittelstürmer einnehmen wird.

Stefan Maierhofer im FCA-Talk am 29. November 2018:

FCA-Stürmer Stefan Maierhofer: «Über eine Vertragsverlängerung können wir reden»