Matchbericht
Machtdemonstration im Brügglifeld: Der FC Aarau lässt Xamax keine Chance und schnuppert wieder an der Barrage

Der FC Aarau schenkt Neuchâtel Xamax eine 4:0-Packung ein und gewinnt damit auch die dritte Direktbegegnung dieser Saison. Mit dem ersten Sieg der Rückrunde melden sich die Aarauer zurück im Rennen um den Barrage-Platz.

Sebastian Wendel
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Diskussionsloser Heimsieg: Die Aarauer feiern einen 4:0-Erfolg gegen Xamax.
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Filip Stojilkovic bejubelt seinen verwandelten Penalty.
In der 90. Minute setzt Filip Stojilkovic den Schlusspunkt der Partie.
Donat Rrudhani sorgt mit dem Tor zum 3:0 für die Entscheidung.
Xamax kann sich in der zweiten Hälfte nicht mehr aufbäumen.
Donat Rrudhani trifft zum 3:0.
Xamax-Goalie Laurent Walthert darf zwischendurch auch einen Ball halten.
Nach dem Seitenwechsel agieren die Neuenburger vorerst aktiver.
Liridon Balaj beschäftigt die Neuenburger auch in der zweiten Halbzeit.
Mats Hammerich entwischt Thibault Corbaz.
In der zweiten Halbzeit kommt Xamax besser ins Spiel.
Der FC Aarau führt verdient nach 45 Minuten mit 2:0.
Marco Aratore beschäftigt die Neuenburger Defensive.
Der FC Aarau hat das Spielgeschehen in der ersten Halbzeit im Griff.
Grosser Jubel bei den Aarauern nach dem zweiten Treffer.
Jäckle kann für den FCA mit einem Sonntagsschuss auf 2:0 erhöhen.
Olivier Jäckle gelingt ein herrlicher Treffer aus gut 20 Metern Distanz.
Der FC Aarau dominiert die Gäste aus Neuenburg während der Startphase.
Liridon Balaj ist in der Startphase besonders auffällig.
Liridon Balaj bringt das Heimteam nach einer perfekten Vorlage von Mickael Almeida in Führung.
Nach acht Minuten hat der FCA bereits Grund zum Jubeln.
Mats Hammerich wird für sein 100. Spiel im FCA-Dress ausgezeichnet.

Diskussionsloser Heimsieg: Die Aarauer feiern einen 4:0-Erfolg gegen Xamax.

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Xamax? Da werden bei allen Fussballfans mit einem FCA-Herz unschöne Erinnerungen wach: Barrage 2019 lässt grüssen. Die Schmach von damals wird nie ganz in Vergessenheit geraten. Doch was zählt, ist die Gegenwart – und in dieser haben die Neuenburger gegen die Aarauer keinen Stich.

Drei Mal sind die Mannschaften in dieser Saison bislang aufeinandergetroffen. Drei Mal heisst der Sieger FC Aarau. 3:1 am 6. Spieltag, 4:2 am 12. Spieltag und nun mit 4:0 im Nachtragsspiel der 20. Runde das deutlichste Verdikt.

Der FC Aarau gewinnt auch das dritte Direktduell gegen Xamax in dieser Saison.

Der FC Aarau gewinnt auch das dritte Direktduell gegen Xamax in dieser Saison.

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Warum der Super-League-Absteiger seit Saisonbeginn sogleich gegen die nächste Relegation ankämpft, ist im Brügglifeld von Beginn an offensichtlich. Bei den Neuenburgern stimmt weder die Chemie zwischen den Akteuren noch ist ein taktischer Plan erkennbar.

Überragender Aarauer Captain

Am vergangenen Freitag fand Stade Lausanne-Ouchy beim 1:1 das Rezept, um die spielerisch beste Mannschaft der Liga, den FC Aarau, in Verlegenheit zu bringen: Indem man sie an vorderster Front attackiert und zum Kick and Rush zwingt.

Ein anderes Mittel wäre, Zitat José Mourinho, «den Bus zu parken» – also mit allen Feldspielern den eigenen Strafraum zu verbarrikadieren. Doch die Neuenburger greifen im Brügglifeld weder hoch an noch mauern sie. Aarau kann mühelos die Angriffe auslösen und stösst bis zuvorderst kaum auf Widerstand.

Der FC Aarau dominiert Xamax in der Startphase.

Der FC Aarau dominiert Xamax in der Startphase.

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Nun – die bärenstarke erste Halbzeit nur mit den Unzulänglichkeiten des Gegners zu begründen, täte den Aarauern unrecht. Sie haben ihrerseits auch einfach sehr gut gespielt, konsequent die Tiefe gesucht und gefunden und – im Gegensatz zu vielen Spielen in dieser Saison – von Anfang an ihre Chancen genutzt: Gleich der erste Schuss aufs gegnerische Tor führt zum 1:0 in der 8. Minute, erzielt von Liridon Balaj, der den Ball nach der punktgenauen Vorlage von Mickael Almeida nur noch hinter die Linie drücken muss.

Olivier Jäckle bejubelt sein Kunststück.

Olivier Jäckle bejubelt sein Kunststück.

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Kurz darauf bereits das 2:0. Und auch dieser Treffer widerlegt eine bisherige Schwäche der Aarauer: Torgefahr bei Eckbällen. Statt den Ball auf gut Glück in den Strafraum zu flanken, wählt Randy Schneider die Variante «Kurzpass» auf Olivier Jäckle – und der an diesem Abend überragende Captain schlenzt den Ball sehenswert ins entfernte Eck.

Und schon schnuppert Aarau wieder an Rang 2

Eines indes gelingt dem Heimteam auch in diesem Spiel allerdings nicht: Mit einem beruhigenden Vorsprung im Rücken nicht mehr ins Zittern zu geraten. Was, wenn Parapars Freistoss kurz nach der Pause statt an die Latte ins Tor geht? Was, wenn Morgado nicht seinen Meister in FCA-Goalie Simon Enzler findet, sondern den Ball ins Tor chippt?

Die Gefahr eines Schlagabtausches ist nach dem Seitenwechsel eine Viertelstunde lang reell. Dann aber bricht der Neuenburger Widerstand bereits wieder, das Spielgeschehen verlagert sich in die Platzhälfte der Gäste, wo noch zwei weitere Treffer fallen.

Joker Donat Rrudhani sorgt für die Entscheidung.

Joker Donat Rrudhani sorgt für die Entscheidung.

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Auffallend dabei: Wie schon gegen Lausanne-Ouchy, als die eingewechselten Almeida und Balaj für den späten Ausgleichstreffer besorgt waren, beweist Trainer Stephan Keller auch gegen Xamax ein goldenes Wechselhändchen: Seine Joker Donat Rrudhani und Filip Stojilkovic markieren das 3:0 und das 4:0; der erste mit einem platzierten Flachschuss, der zweite mittels Penalty, den zuvor Rruhdani herausgeholt hat.

FIlip Stojilkovic setzt per Penalty den Schlusspunkt.

FIlip Stojilkovic setzt per Penalty den Schlusspunkt.

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Bei nun gleich vielen Spielen aller zehn Mannschaften (21) liegt der FC Aarau fünf Punkte hinter Rang 2. So schnell geht das: Nach fünf Partien ohne Sieg wieder ein Dreier – und schon schnuppern die Aarauer wieder an der Barrage.

Das Telegramm

FC Aarau - Neuchâtel Xamax FCS 4:0 (2:0)

Brügglifeld. - 5 Zuschauer. - SR: Piccolo. - Tore: 8. Balaj (Almeida) 1:0. 12. Jäckle (Schneider) 2:0. 83. Rrudhani (Stojilkovic) 3:0. 90. Stojilkovic (Foulpenalty) 4:0.
Aarau: Enzler; Giger, Thiesson, Bergsma, Conus; Jäckle, Hammerich (61. Rrudhani); Balaj, Schneider, Aratore (78. Schwegler); Almeida (61. Stojilkovic).
Xamax: Walthert; André (59. Beloko), Kaiser, Morina; Corbaz; Parapar (78. Rodriguez), Dominguez, Mutombo (68. Surdez), Morgado (68. Mbock); Mafouta, Koura (46. Nuzzolo).
Bemerkungen: Aarau ohne Gashi, Schindelholz (beide krank), Ammeter, Avdyli, Hajdari, Peralta, Qollaku, Spadanuda, Thaler und Verboom (alle verletzt). Xamax ohne Kempter, Mveng (beide gesperrt), Bangura, Basha, Djuric, Dugourd, Epitaux, Frick, Gomes, Ouattara, Pasche, Saiz (alle verletzt), Hummel und Roth (beide nicht im Aufgebot). - 47. Lattenschuss Parapar. - Verwarnungen: 50. Enzler (Unsportlichkeit), 54. André (Foulspiel), 68. Stojilkovic (Reklamieren), 86. Rodriguez (Unsportlichkeit)

Das sind die Noten zur Partie:

Simon Enzler, Note 4,5: Bewahrte sein Team mit einer Glanzparade zu Beginn der zweiten Halbzeit vor dem Anschlusstreffer. Ohne Fehl und Tadel.
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Raoul Giger, Note 4,5: Defensiv liess er nichts anbrennen. Offensiv ohne die grosse Durchschlagskraft.
Jérôme Thiesson, Note 5: Zeigte eine solide Partie. Gutes Stellungsspiel und starke Zweikampfwerte.
Leon Bergsma, Note 5: Der spielstarke Abwehrchef hatte mit einer Ausnahme alles im Griff.
Bastien Conus, Note 5: Er ist auf der linken Abwehrseite ein sicherer Wert. Ein Gewinn für den FC Aarau!
Olivier Jäckle, Note 5,5: Sein Schuss aus 18 Metern zum 2:0 war Extraklasse. Überragende erste Halbzeit. Der beste Aarauer.
Mats Hammerich, Note 4: Eine solide Leistung, aber offensiv wirkungslos. Muss bissiger werden.
Liridon Balaj, Note 5: Bewies mit seinem dritten Saisontreffer zum 1:0 seine Kaltblütigkeit. Mit technischer Brillanz!
Randy Schneider, Note 4,5: Viele offensive Aktionen, aber vor dem Tor liess er es an Kaltblütigkeit vermissen.
Marco Aratore, Note 4: Einige vielversprechende Ansätze. Seine Formkurve zeigt leicht nach oben.
Mickael Almeida, Note 4,5: Der feine Techniker zeigte eine starke Startphase und bereitete den ersten Treffer vor. Baute nach der Pause ab.
Filip Stojilkovic, Note 4: Er kam in der 61. Minute für Almeida, vergab eine Topchance, verwertete aber den Penalty zum 4:0.
Donat Rrudhani, Note 5: Er kam in der 61. Minute für Hammerich, sorgte mit dem Treffer zum 3:0 für die Entscheidung und holte den Penalty zum 4:0 heraus.
Silvan Schwegler, keine Note: Er kam in der 78. Minute für Aratore. Keine Note.
Elsad Zverotic, keine Note: Er kam in der 91. Minute für Balaj. Keine Note.

Simon Enzler, Note 4,5: Bewahrte sein Team mit einer Glanzparade zu Beginn der zweiten Halbzeit vor dem Anschlusstreffer. Ohne Fehl und Tadel.

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Das sind die Stimmen zur Partie:

Spiel verpasst? Lesen Sie den Verlauf der Partie im Ticker nach.