Reitnau
Macel Steiner gewinnt den Krimi bei Blitz und Donner

Das traditionelle Bergrennen in Reitnau war in jeder Hinsicht ein Erfolg – nur das Wetter spielte erstmals seit zwölf Jahren nicht mit. Wenig Neues gab es auf dem Siegertreppchen. Ganz oben stand mit Marcel Steiner der gleiche Fahrer wie 2011.

Michel Sutter
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Thomas Altweg: Langsamer als im vergangenen Jahr, aber besser klassiert.

Thomas Altweg: Langsamer als im vergangenen Jahr, aber besser klassiert.

Christian Boss

Petrus meinte es gestern Sonntag nicht gut mit der 47. Ausgabe des Bergrennens in Reitnau. Am Samstag hatte er noch für viel Sonne und hohe Temperaturen gesorgt – am Sonntag dann das pure Gegenteil. Den ganzen Tag lang regnete es vorwiegend, und es war kühl. Und selbst am späten Sonntagnachmittag, als der zweite Lauf gestartet wurde, hatte Petrus kein Erbarmen. Pünktlich zum Start setzte der Regen wieder ein, der zuvor die Wiese entlang der Rennstrecke in Schlamm verwandelt hatte – also der Bereich, wo die Zuschauer standen. Diese bekundeten sichtlich Mühe, auf dem glitschigen Untergrund das Gleichgewicht zu halten.

Auch einigen Fahrern machten die nassen Verhältnisse zu schaffen. Immer wieder rutschte ein Bolide über den Asphalt. Umso erstaunlicher, dass es zu keinen Unfällen kam, wie Thomas Kohler, Organisator des Bergrennens, auf Anfrage bestätigte. Und ebenso erstaunte, dass trotz des nasskalten Wetters 8300 Besucherinnen und Besucher nach Reitnau gekommen waren, um Rennsport zu sehen.

Marcel Steiner wie im Vorjahr

Im vergangenen Jahr waren die Rennsportfans Zeugen des Streckenrekords von Marcel Steiner aus Oberdiessbach im Kanton Bern geworden. Steiner hatte die 1,6 km lange Strecke in nur 49,732 Sekunden bewältigt. In diesem Jahr brauchte er wohl vor allem wegen der Verhältnisse etwas länger. Trotzdem war seine Rundenzeit von 56,67 Sekunden mit Abstand die schnellste. Steiner holte sich damit wie schon im Vorjahr den Sieg und war auch dieses Jahr wieder eine Klasse für sich.

Auch Thomas Amweg aus Ammerswil, der im Vorjahr auf Platz 6 gefahren war, konnte in diesem Jahr nicht an seine Rundenzeiten von etwas mehr als 54 Sekunden anknüpfen. Diesmal blieb er in beiden Läufen über einer Minute. Im Schlussklassement machte er dennoch einen Rang gut gegenüber 2011 und fuhr auf den fünften Platz.

Nicht ganz so erfolgreich waren die anderen Aargauer Fahrer. Daniel Mauerhofer aus Schinznach-Bad und Simon Huggentobler aus Suhr fuhren auf die Plätze 19 und 20. Und Werner Rohr, der Lokalmatador aus Reitnau, wurde als 28. klassiert.

Eine Enttäuschung erlebte Thomas Amwegs Bruder Manuel, der 2011 noch auf den 10. Platz gefahren war. Für ihn reichte es diesmal nur für den 33. Rang.