Militärsport
Luciano Biedermann ist der erfolgreichste Teilnehmer aller Zeiten

Seriensieger Luciano Biedermann und sein Partner David Senn runden die 20. und letzte Rütihof-Militärstafette ab. Es war bereits der siebte Erfolg des Lupfigers.

Alfred Staubesand
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Start der 20. Militärstafette, links aussen Sieger David Senn.
5 Bilder
Die letzte Rütihof-Stafette
1. Übergabe Laufen-Rad David Senn an Luciano Biedermann.
Zieleinlauf von David Senn, eskortiert von Luciano Biedermann.
Estelle Weingarten macht Erinnerungsfotos mit dem Handy.

Start der 20. Militärstafette, links aussen Sieger David Senn.

roland jaus

Im Ziel waren praktisch alle «fix und fertig». Am wenigsten die souveränen Sieger, Waffenläufer David Senn und Militärradfahrer Luciano Biedermann. Radfahrer Biedermann hatte sich von seinen vier und drei Radrunden zu 5,6 km bereits erholt und fuhr in Erwartung des sicheren Sieges Läufer Senn auf der Schlussrunde entgegen, um gemeinsam Händchen haltend die Ziellinie zu queren. Auf der dreimal zu bewältigenden 5,7-km-Laufstrecke war David Senn aus Ostermundigen einsame Klasse. Auf den ersten beiden Runden nahm er seinen Gegnern jeweils eine Minute ab. Und als Luciano Biedermann aus Lupfig den Vorsprung auf der zweiten Radrunde gar ausbaute, war klar, dass das Duo Senn/Biedermann den dritten Sieg in Folge auf sicher hat.

Biedermann mit starkem Partner und starker Taktik

Biedermann geht als erfolgreichster Fahrer in die 20-jährige Rütihof-Stafette ein: als siebenfacher Sieger und Schweizer Meister, dreimal mit Senn, einmal mit Koni von Allmen und dreimal mit René Hauser, dem Schwager vom gestrigen Partner David Senn. «Ich habe das Glück, dass ich einen guten Läufer habe», sagt Biedermann am Ziel bescheiden und verschweigt, dass seine Taktik, auf den ersten vier Radrunden zurückhaltend, auf den zweiten drei Runden angreifend, ebenfalls voll aufgegangen ist und zum klaren Sieg beigetragen hat.

Schade findet Biedermann, dass es die letzte Rütihof-Stafette gewesen sein soll: «Nicht für mich, aber für den Anlass.» Auch Partner Senn, der ausser in Rütihof noch nie einen Waffenlauf bestritten hat, vor Wochenfrist Zweiter beim Berglauf «Glacier 3000» wurde, bedauert das: «Mir gefällt es Mal zu Mal besser hier.»

«Isch guet, isch fertig»

Nicht alle fühlten gleich. Als die drittplatzierten Andreas Steger (Rad) und Hansjörg Brücker (Lauf) gratulierten, tönte es gar nicht nach Bedauern. «Isch guet, isch fertig», kam es aus Andi Steger heraus. Er meinte natürlich das Rennen mit seinen Strapazen, aber auch die Arbeit im Organisationskomitee. So geht es auch OK-Chef Walter Riedwyl: «Ich bin froh, dass wieder alles unfallfrei über die Bühne ging, aber auch, dass wir uns entschieden haben, aufzuhören. In den letzten drei Wochen gab es wieder einige schlaflose Nächte.» Davon spricht Pius Zimmermann, seit der ersten Stunde dabei, 20 Jahre lang im OK und als einziger 20 Mal mit dem Rad auf der Strecke, nicht. Aber auch ihm kommt die Entlastung entgegen. Vielleicht finden sich ein paar Sportbegeisterte in der Region, welche die Geschichte «Militärstafette» fortzusetzen.

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