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Luca Radices sehenswerte Torpremiere gegen den FC Sion

Der Aarauer Luca Radice feiert seinen ersten Treffer in der Super League. KEYSTONE

Der Aarauer Luca Radice feiert seinen ersten Treffer in der Super League. KEYSTONE

Der Aarauer Flügelspieler Luca Radice mauserte sich seit seiner Verpflichtung in der Winterpause zum unbestrittenen Stammspieler beim FC Aarau. Beim 2:0-Sieg gegen Sion durfte er seinen allerersten Treffer in der Super League bejubeln.

Etwas mehr als zwanzig Minuten müssen sich die spärlich erschienenen Zuschauer im Brügglifeld gedulden, um den optischen Höhepunkt einer einseitigen Begegnung zu erleben. Nach einer Kopfballverlängerung von Sven Lüscher nimmt Luca Radice aus halblinker Position volles Risiko. Er hämmert das Spielgerät unhaltbar in den entfernten Winkel. Auch Sion-Keeper Andris Vanins bleibt nur das erstaunte Nachsehen. «Der Ball kam perfekt auf meinen Fuss. Ich habe es einfach versucht – schön hat es geklappt», gab sich Radice nach dem Schlusspfiff bescheiden. Eine Beschreibung, die der Qualität seines ersten Tores im Aarauer Dress wahrlich nicht gerecht zu werden vermag.

Führungstreffer als Augenweide

Eine wahre Augenweide war dieser Führungstreffer, der die spielerische Überlegenheit der Gastgeber auch resultatmässig festhielt. Radice wählte eine besondere Gelegenheit für seinen allerersten Treffer in der Super League. Erst im Winter hatte er den Sprung in die oberste Spielklasse gewagt, nachdem er zuvor über 200 Ernstkämpfe für den FC Winterthur in der Challenge League absolviert hatte.

«Ich spüre viel Vertrauen von Trainer René Weiler. Umso schöner, wenn ich mich mit guten Leistungen revanchieren kann», sagte Radice, dem die Umstellung an das höhere Niveau scheinbar mühelos gelang. Er habe sich keine Gedanken über den Ligawechsel gemacht. Er versuche stets sein Bestes zu geben – mit Erfolg. Der 26-jährige Italiener zählt seit dem ersten Spiel in der Rückrunde zur Startformation unter FCA-Cheftrainer René Weiler und überzeugte mit seiner Antrittsschnelligkeit und einer technisch versierten Spielweise. Nur im Abschluss agierte er oftmals zu uneigennützig und zögerlich – bis gestern Abend. Eine überdurchschnittliche Torquote besass Radice aber auch zu Winterthurer Zeiten nicht. Nur zehn Treffer gelangen ihm, dem polyvalenten Flügelspieler, in siebeneinhalb Jahren in der Eulachstadt.

Sven Lüschers Tipp

Dass er seit wenigen Wochen im FCA-Trikot jubelt, ist auch Sven Lüscher zu verdanken. Der 30-Jährige wechselte vor einem Jahr von der Schützenwiese aufs Brügglifeld. Er empfahl auch Radice einen Transfer – gemeinsam schossen sie Aarau nun zum ersten Heimsieg in der zweiten Hälfte der Saison. Lüscher war sogar an beiden Aarauer Treffern beteiligt: Einerseits trat er bereits zum elften Mal als Vorlagengeber in Erscheinung, was dem Bestwert in der Super League entspricht. Andererseits sorgte er vom Penaltypunkt für den 2:0-Endstand gegen Sion. «Wir wollten eine Reaktion auf die Niederlage in Basel zeigen, was uns erfolgreich gelungen ist. Wir haben verdient gewonnen», resümierte Lüscher.

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