Unihockey
Lok Reinach scheidet im Cup-Achtelfinal mit 0:7-Niederlage aus

Ein 0:7 liest sich bitter, vor allem nach einem solchen Spielverlauf. Denn die 1.-Ligisten aus Reinach hielten im Achtelfinale des Schweizer Cups gegen das SML-Team von Unihockey Mittelland aus Olten/Zofingen lange gut mit.

Jonas Burch
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Goalie Pascal Eglof stand des öfternim Zentrum des Geschehens.

Goalie Pascal Eglof stand des öfternim Zentrum des Geschehens.

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Was am Ende bleibt, sind Erkenntnisse. Zum Beispiel, dass «wir Kämpfer sind, und die Mannschaft zeigt, dass sie lebt», sagt Assistenz-Trainer Roman Galli unmittelbar nach der Partie. Aber auch, «dass wir wegen unserer Unerfahrenheit viele Chancen für ein Tor, oder eben kein Tor, brauchen», fügt Galli an, der in Abwesenheit von Cheftrainer Magnus Hedlund das Kommando an der Bande hatte.

In der Tat treffen beide Einschätzungen exakt auf das Cup-Spiel gegen Unihockey Mittelland zu, welches zwei Ligen höher spielt. Reinach bewies Kämpferherz, steckte auch nach den frühen Gegentoren (0:3 nach 10 Minuten) nicht zurück. Die Aargauer wollten, aber konnten nicht. Trotzdem zeigten sie auf die laut Galli «unterirdische Leistung» bei der 4:5-Meisterschaftsniederlage gegen das bescheidene Leimental eine starke Reaktion. «Wir hatten auch nichts zu verliere», sagt Galli weiter.

Besonders im Mitteldrittel hatten die Aargauer den 1:3-Anschlusstreffer mehrmals auf dem Stock. Es war die beste Phase des NLB-Absteigers. Mittelland spulte sein Programm glanzlos, aber äusserst effizient ab und sicherte sich letztlich verdient den Einzug ins Viertelfinale. Besonders auffällig waren dabei die beiden Mucha-Zwillinge Dominik und Manuel, die bei fast jeder gefährlichen Aktion ihre Finger im Spiel hatten. Lob für die Leistung des 1.-Ligisten gibt's auch vom ex-Reinach- und aktuellen Mittelland-Trainer Renato Wyss: «Ein Kompliment an Reinach. Man merkt, dass die Mannschaft wieder Format hat.»