Challenge League

Lieblingsgegner Schaffhausen kommt ins Brügglifeld: «Spielen wir so wie gegen Sion, gewinnen wir»

Szene aus dem Spiel Schaffhausen-Aarau im Mai, als der FCA (links Giger) nach dem 2:1-Sieg auf den Barrageplatz sprang

Szene aus dem Spiel Schaffhausen-Aarau im Mai, als der FCA (links Giger) nach dem 2:1-Sieg auf den Barrageplatz sprang

Um 19 Uhr (AZ-Liveticker) empfängt der FC Aarau den FC Schaffhausen. Neben jener, wie sich Neuzugang Serey Dié bei seiner FCA-Premiere schlagen wird, stellt sich vor allem eine Frage: Spielt Aarau auch gegen Schaffhausen so gut wie zuletzt im Cup gegen das höherklassige Sion?

Vor dem Cupspiel gegen Sion hatte FCA-Trainer Patrick Rahmen einen leichten Job: Motivieren musste er gegen die Walliser Cup-Giganten keinen seiner Spieler, alle wollten sich gegen den oberklassigen Gegner von ihrer besten Seite präsentieren. Das gelang dann auch: Trotz bitterer Last-Minute-Niederlage fiel leistungsmässig kein FCA-Spieler ab. 

Doch wie stehts eine Woche später um die Motivation von Neumayr, Maierhofer, Misic, Zverotic und Co.? Können sie auch gegen einen unattraktiven Gegner, wie es der FC Schaffhausen im Vergleich zu Sion ist, läuferisch, kämpferisch und spielerisch überdurchschnittlich gut performen?

Ein Stück weit ist es menschlich, gegen bessere Gegner näher ans Leistungslimit zu kommen als gegen vermeintlich schwächere. Das passiert auch auf allerhöchstem Niveau: Borussia Dortmund verlor sensationell 1:3 bei Bundesliga-Aufsteiger Union Berlin, vor einigen Tagen dann brachten die Dortmunder mit dem FC Barcelona das beste Team der Welt an den Rand einer Niederlage.

Trotzdem: Gegen den Tabellenfünften Schaffhausen braucht es eine von A bis Z konzentrierte Leistung, will der FCA die drei budgetierten Punkte im Brügglifeld behalten. Und einen kreativen Auftritt: Es ist zu erwarten, dass Schaffhausen-Coach Murat Yakin Beton anrührt und dem Heimteam das Spieldiktat komplett überlassen wird. Mit einem Unentschieden wären die Nordostschweizer sicher zufrieden, denn dies würde bedeuten, dass sie in der Tabelle einen Punkt vor den Aarauern bleiben.

Die Statistik jedoch sagt einen Sieger hervor: das letzte Remis zwischen den beiden Mannschaften liegt zweieinhalb Jahre zurück (2:2 im Februar 2017), in den neun Partien seither gab es immer einen Sieger. In den vier Duellen der vergangenen Saison 2018/19 hiess der Sieger jedes Mal FC Aarau - die Schaffhauser waren somit der Lieblingsgegner des Teams von Trainer Patrick Rahmen, gegen kein anderes Team holte der FCA in der letzten Saison mehr Punkte. 

Aaraus Flügelstürmer Petar Misic war vor einer Woche nach der last-Minute-Niederlage gegen Sion entsprechend enttäuscht, sagte aber, bevor er ins Auto stieg und nach Hause fuhr: "Wenn wir gegen Schaffhausen spielen wie gegen Sion, gewinnen wir."

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