NLB

Lehrstunde der bitteren Art für Unihockey Mittelland

Manuel Mucha (l.) und seine Kollegen erlitten eine deftige Niederlage beim Leader.

Manuel Mucha (l.) und seine Kollegen erlitten eine deftige Niederlage beim Leader.

Unihockey Mittelland kassiert zum Jahresabschluss bei NLB-Leader Zug United eine Ohrfeige und geht mit 3:13 unter. Bereits nach einem Drittel war die Entscheidung gefallen und auch im weiteren Verlauf gelang es nicht, den Schaden zu begrenzen.

So friedlich die Fahrt nach Oberärgeri, auf halbem Weg zum Sattel gelegen, vorbei am malerischen Ägerisee angemutet haben mag, so brutal das Erwachen bei Spieleröffnung im Gastspiel beim derzeitigen NLB-Krösus Zug United. Keine zwei Minuten waren gespielt, da schlug es ein erstes Mal hinter UM-Goalie Mathieu Unternährer ein. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Marius Flury per Schlagschuss unter die Latte, welcher mit seinem Geschoss einen der wenigen Momente der Entschlossenheit im Auftritt der Mittelländer darstellte, sorgte nur kurz für aufkeimende Hoffnung.

Als Kollektiv vorgeführt

Die Hoffnung auf einen Gegner in Reichweite, wie es beim Hinspiel in Olten mit einigem Optimismus noch der Fall gewesen war, wurde zuletzt genährt durch zweimalige Niederlagen Zugs gegen Mannschaften aus hinteren Tabellenregionen. Doch keine Spur davon. Die Zuger führten den Gästen schmerzlich vor Augen was Siegeswillen und Leidenschaft bedeutet. So wurde das UM-Kollektiv geradezu vorgeführt und kassierte bis zum Drittelsende die Gegentore Nummer zwei bis sechs, was bereits der Entscheidung in diesem letzten Spiel vor dem Jahresende gleichkam.

In der Folge konnten sich die Mittelländer ansatzweise auffangen, die Innerschweizer aber nutzten die ihnen zugestandenen Freiheiten in regelmässigen Abständen zur Erhöhung des Score zum Endstand von 13:3 aus. Die anstehende Wettkampfpause von zwei Wochen kommt für Mittelland somit zum richtigen Zeitpunkt, scheint gar überfällig. Mit drei Niederlagen in Serie und ebenso vielen Darbietungen jenseits der eigenen Ansprüche hat sich UM in ein selbst verschuldetes Tief manövriert, aus dem es sich nur mit neuem Feuer befreien kann. So steht die Auszeit im Zeichen von Kopf verlüften und Abstand gewinnen, bevor es bereits am dritten Tag des neuen Jahres im Emmental bei Schüpbach wieder ernst gilt.

Telegramm:
Zug United – Mittelland 13:3 (6:1, 3:1, 4:1)
Hofmatt, Oberägeri. – 105 Zuschauer. – SR: Müller/Zgraggen.
Tore: 2. Suter (Poletti) 1:0. 7. Flury 1:1. 7. Müller (Schelbert) 2:1. 14. Vapaniemi (Meier) 3:1. 16. Hietanen (Poletti/Ausschluss Zwirner) 4:1. 18. Kotilainen (Meier) 5:1. 20. Müller 6:1. 24. Eigentor 6:2. 24. Stadelmann (Schelbert) 7:2. 34. Kotilainen (Vapaniemi) 8:2. 37. Schelbert (Müller) 9:2. 43. Lechmann (Vapaniemi) 10:2. 44. Schelbert (Müller) 11:2. 56. D. Mucha (Zwirner) 11:3. 58. Schelbert (Müller) 12:3. 60. Kotilainen (Vapaniemi) 13:3.
Strafen: 1-mal 2 Minuten gegen Zug. 2-mal 2 Minuten gegen Mittelland.
Zug: Kohler; Hietanen, Lechmann; Trinkler, Grüter; Y. Schelbert, Stadelmann; Meier, Kotilainen, Vapaniemi; Poletti, Strebel, Sutter; J. Schelbert, Laely, Müller.
Mittelland: Unternährer (Schalk); Pass, Zwirner; Schenk, Burgherr; Schneiter, D. Mucha, M. Mucha; Pauli, Baumann, Flury; Rhiner; Tschanz, Vaicis, Wyss.
Bemerkungen: 39. Lattenschuss D. Mucha. 41. Pfostenschuss D. Mucha. 55. Pfostenschuss Flury. Mittelland ohne Schneeberger (rekonvaleszent) sowie Richner und Schnürmann (U21). Joshua Schelbert (Zug) und Roman Pass (Mittelland) als beste Spieler ihrer Teams ausgezeichnet.

Meistgesehen

Artboard 1