Nach nur 45 Minuten sah es so aus, als sei die Partie entschieden. Uni Bern gewann die ersten beiden Sätze klar mit 25:21 und 25:13. Nichts passte bei den Fricktalern zusammen. "Uni Bern kämpfte und wollte unbedingt gewinnen", sagte Spielertrainer Lucian Jachowicz nach der Partie. "In den ersten beiden Sätzen hatte uns der letzte Biss gefehlt", ergänzte Jachowicz. In der Tat gelang den Fricktalern in den ersten beiden Sätzen nicht viel. Im ersten Durchgang konnte Smash 05 noch einigermassen resultatmässig mithalten. Doch im zweiten Durchgang passte gar nichts mehr zusammen. "Wir machten praktisch nur noch Eigenfehler", so Ersatz-Captain Michael Moor.

Über Kampf in das Spiel zurück gefunden

Im dritten Satz kamen mit Marco Geiger und Mathias Jost zwei neue Angreifer aufs Feld. Jost überzeugte gleich mit ein paar schönen Blocks – Geiger nutzte seine Höhe gekonnt aus und smashte einige Male den Ball wuchtig in das gegnerische Feld. Zwischenzeitlich stand es 17:12 für die Fricktaler. Doch die Laufenburger machten ein paar Fehler zu viel und plötzlich stand es 21:19 für die Berner. Laufenburg-Kaisten zeigte aber grosse Moral und gewann den so wichtigen dritten Satz mit 25:23. 

"Haben das Spiel in die Hand genommen“

Die 0:3-Klatsche ist vermieden. "Im vierten Satz haben wir das Spiel dann in die Hand genommen", sagte Libero Marco Back. Schnell lagen die Laufenburger mit 10:6 vorne. Diesen Vorsprung gaben sie nicht mehr aus der Hand. 25:20 gewannen die Fricktaler diesen vierten Durchgang und glichen zum 2:2 in den Sätzen aus. 

Die Berner wirkten im fünften Satz verunsichert. Die Laufenburger nützten dies aus und gewannen den Zusatzpunkt souverän mit 15:7. Dank diesem Zusatzpunkt verteidigt Smash 05 den zweiten Tabellenplatz. Der Meistertitel ist allerdings nicht mehr möglich. Der TV Schönenwerd liegt immer noch mit fünf Punkten vorne.

Bisher liefen die Playoffs problemlos: Sechs Spiele dominierten die Laufenburger, ohne Punktverlust haben sie alle Playoff-Spiele gewonnen. Nun gibt Laufenburg-Kaisten zum ersten Mal Punkte ab - die Ungeschlagenheit bleibt aber. "In diesem Spiel konnten wir nicht von Beginn weg Druck machen und haben dann aufgezeigt bekommen, was passiert, wenn wir nicht 100% bei der Sache sind", sagte Jachowicz.

Letztes Heimspiel steht an 

Nächsten Samstag, 21. März, treten die Fricktaler zum letzten Spiel dieser Saison an. Gegner wird Lausanne UC sein. "Wir wollen dem Publikum nochmals zeigen, was wir können und die letzten drei Punkte der Saison gewinnen", sagt Libero Back. Das Spiel beginnt um 19 Uhr in der Sporthalle Hofstatt in Kaisten. Zum Saisonabschluss freut sich der ganze Verein über einen grossen Zuschaueraufmarsch. Um die tolle Saison gebührend zu feiern, lädt das NLB-Team nach dem Spiel noch zu einem Apéro ein.