Fussball
Laues Lüftchen aus Aarau trifft auf Luzerner Wirbelsturm

Vor dem Gastspiel in Luzern pfeift die Aarau-Offensive aus dem letzten Loch. Sven Christ stehen mit Gygax und Mickels nur zwei nominelle Stürmer zur Verfügung. Einen weiteren Offensivmann wollen die Aarauer trotzdem nicht verpflichten.

Rued Kuhn
Merken
Drucken
Teilen
Zu selten lässt Daniel Gygax, wie hier im Cup gegen Taverne, seine Torgefahr aufblitzen.

Zu selten lässt Daniel Gygax, wie hier im Cup gegen Taverne, seine Torgefahr aufblitzen.

key

Was ist speziell am Sonntag, 31. August? Urs Bachmann lächelt. «Am 31. August? Da feiert meine Frau Brigitte Geburtstag», sagt der Sportchef des FC Aarau. «Ich freue mich auf diesen Tag.»

Na ja, schön und gut – aber welche Bedeutung hat der 31. August für den FC Aarau? «Keine Ahnung», fügt Bachmann mit einem Augenzwinkern hinzu. Spass muss sein.

Natürlich weiss Bachmann genau, dass an diesem Datum das internationale Transferfenster geschlossen wird. Das heisst im Klartext: Will der FC Aarau nach dem Transfer des 22-jährigen Serben Ognjen Mudrinski einen weiteren Spieler aus dem Ausland verpflichten, dann muss dieser Zuzug bis Sonntag Punkt Mitternacht unter Dach und Fach sein.

Schlägt der FC Aarau auf dem Transfermarkt endlich richtig zu? Bachmann lässt alles offen. «Ein Spieler wird immer nur dann verpflichtet, wenn es im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten ist», sagt er, «doch mit dem Zuzug von Mudrinski sind unsere Transferaktivitäten bis zur Winterpause abgeschlossen.»

Klar ist, dass die Ausfälle von Edgars Gauracs, Frank Feltscher und Dusan Djuric Sven Christ das Leben nicht leicht machen. Mit Routinier Daniel Gygax und Talent Joy-Slayd Mickels stehen dem Trainer des FC Aarau gegen Luzern gerade mal zwei Stürmer zur Verfügung. Zwei Stürmer, deren Torgefährlichkeit ziemlich überschaubar ist.

Mal schauen, wie sich das laue Lüftchen in der Offensive gegen den Luzerner Wirbelsturm mit Marco Schneuwly, Dario Lezcano, Adrian Winter, Ridge Mobulu, Jakob Jantscher und Jahmir Hyka schlagen wird.

Die zweiwöchige Meisterschaftspause nach dem Gastspiel bei den Zentralschweizern kommt den Aarauern nicht ungelegen. Djuric und Feltscher trainieren bereits wieder mit der ersten Mannschaft und dürften im Verlauf des Septembers zu ersten Teileinsätzen im Aarau-Dress gelangen.

Spricht man Bachmann auf die positiven Aspekte des Saisonstarts an, nennt der Sportchef drei Dinge. «Mich freut die Tatsache, dass man die Handschrift von Trainer Christ erkennen kann. Zudem spüre ich, dass die Stimmung ausgezeichnet ist», sagt er. «Grossen Spass habe ich auch an der Entwicklung von Talent Marco Thaler. Er ist ein Versprechen für die Zukunft.»