Laufsport

Küng sorgt für einen Heimsieg am Staufberglauf – Favorit Fikru bricht ein

Guta Fikru wurde am Staufberglauf «nur» Dritter.

Guta Fikru wurde am Staufberglauf «nur» Dritter.

Lange sah es am Staufberglauf danach aus, als ob Guta Fikru einen weiteren Saisonsieg einfahren würde. Doch dann brach er ein und Roger Küng erbte den Sieg. Bei den Frauen gewann Fiammetta Troxler überlegen.

Bereits nach einer halben Runde schien die Rollenverteilung beim Staufberglauf klar zu sein. Gleich nach dem Startschuss konnten sich Roger Küng (Lenzburg) und Guta Fikru (Rohr AG) absetzen und wiesen nach einem Kilometer bereits einen Vorsprung von 15 Sekunden auf die Verfolger aus.

Vieles sah nach einem weiteren Sieg für Fikru aus, der heuer bereits den Pfingstlauf Wohlen und den Lenzburger Lauf für sich entscheiden konnte. Diesmal aber nicht: «Fikru machte schon früh den Eindruck auf mich, als sei er am Anschlag», sagte der spätere Sieger Küng im Ziel: «Ich war zuversichtlich, dass ich ihn irgendwann abhängen konnte.»

Am Schluss erreichte Küng das Ziel mit 25:26 Minuten und durfte sich als Sieger feiern lassen. Mit dem Sieg in Staufen gibt sich der Unternehmensberater mit Jahrgang 1985 aber nicht zufrieden: Als grosses Saisonziel steht im Oktober der Halbmarathon in Köln auf dem Programm. «Das Ziel ist, unter einer Stunde und zehn Minuten zu bleiben.»

David Keller schnappt sich Platz 2

Für Fikru kam es aber sogar noch schlechter: Fünf Meter vor der Ziellinie musste sich der 26-jährige äthiopische Asylbewerber von David Keller (Menziken) überholen lassen, als dieser zum Schlusssprint ansetzte. «Damit hatte ich nicht mehr gerrechnet», sagte der 25-jährige Laborant. «Fikru wurde plötzlich immer langsamer. Ich lief einfach mein Tempo weiter. Am Schluss war es ein bisschen fies für Fikru, aber der zweite Platz freut mich natürlich sehr.»

Keller schaffte damit sozusagen die Revanche: Beim Lenzburger Lauf im Mai hatte Fikru die Nase vorne. Mit 22 Sekunden Vorsprung verwies Fikru Keller damals auf den zweiten Platz.

Klarer präsentierten sich die Kraftverhältnisse bei den Frauen: Bereits auf den ersten Metern konnte sich Fiammetta Troxler absetzen und ihr Sieg stand nie zur Debatte. Im Ziel zeigte die Uhr 28:05 Minuten an. Celine Aebi als Zweitplatzierte verlor 24 Sekunden auf die 21-jährige Zürcherin. «Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung hier», sagte Troxler. Eigentlich sei sie auf die Bahn spezialisiert. «Ich mache diese längeren Läufe, damit ich meine Kondition nicht verliere.»

Perfekte Bedingungen

Zufrieden zeigte sich auch Staufberglauf-Präsident Christian Frey: «Ich habe das Gefühl, wir konnten heute mit diesem gelungenen Anlass etwas zurückgeben an all die vielen freiwilligen Helfer», sagte Frey, der bereits seit 20 Jahren mit dabei ist: «Natürlich hatten wir auch Glück mit dem Wetter. Nicht zu heiss, nicht zu kalt: perfekt.»

Es ist das letzte Mal, das sich der Staufberglauf in diesem Format präsentiert. Nächstes Jahr, wenn das 30-jährige Jubiläum ansteht, führt die Rennstrecke der Hauptklasse neu über zehn Kilometer.

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