Kreisturnfest
Kreisturnfest Boswil: Freiämter Vereine dominieren den Wettkampf

Am Turnfest der Kreise Freiamt und Lenzburg sahnten die Freiämter Vereine regelrecht ab. Sie holten nicht nur alle vier im Vereinsturnen vergebenen Turnfestsiege, sondern auch noch acht von neuen Stärkeklassesiegen.

Ernst Baumann
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Poppige Team-Aerobic-Vorführung von Boswil, Turnfestorganisator und -sieger im Vereinswettkampf.

Poppige Team-Aerobic-Vorführung von Boswil, Turnfestorganisator und -sieger im Vereinswettkampf.

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Boswil organisierte nicht nur das Turnfest, sondern wurde auch noch Turnfestsieger in der wichtigsten Kategorie, dem dreiteiligen Vereinswettkampf der Aktiven. «Wir haben im Stillen gehofft, den Sieg zu erringen», verriet Oberturner Andi Birrer, «wir haben unsere Disziplinen so gewählt, dass es mit der Organisation aufgeht.» Boswil hat auch das Vorurteil widerlegt, früh Startende würden unterbewertet. Die Team-Aerobic-Vorführung des organisierenden Vereins wurde nämlich bereits am Freitagabend gezeigt und war die allererste schätzbare Disziplin des Turnfestes.

Kein Nachteil durch «Frühstart»

Auch Oberrüti hatte in der dritten Stärkeklasse nicht unter dem Frühstart am Freitag zu leiden, zumindest nicht in Bezug auf die Benotung: «Wir kamen von der Arbeit und waren bei der Gymnastik noch nicht so bei der Sache», erklärte Leydi Heini, eine der Schulstufenbarren-Leiterinnen, «dafür waren wir am Schulstufenbarren bereits aufgewärmt.» Zum Stärkeklassesieg beigetragen hat auch die nur für das Turnfest und bloss in einem einzigen Training geübte Pendelstafette.

Auch die Befürchtung von Benny Heimberg war unbegründet. «Wir setzen auf kreativ und technisch hoch stehende Vorführungen», gab der Präsident der Niederwiler Aktivriege zu verstehen. Heimberg hegte den Verdacht, dass «08/15-Vorführungen» höher benotet würden als schwierige Technik, die fehleranfälliger sei. Das traf nicht zu: Mit hohen Noten an Barren, Reck und Schaukelringen sicherte sich Niederwil den Spitzenplatz in der zweiten Stärkeklasse.

Auw darf sich auch Turnfestsieger nennen

Bei der Jugend wurde der Jugendsport Auw zwar nicht Sieger der ersten Stärkeklasse, diese Ehre wurde der Jugendriege Ottenbach zuteil, als bestplatzierter einheimischer Verein darf er sich aber trotzdem Turnfestsieger nennen. Die 57 Kinder waren topmotiviert: «Wir wollten den Plausch haben», verriet Andrea Bütler, eine der beiden Leiterinnen, «die Kinder waren aber ehrgeiziger als wir.» So haben sie, ohne zu murren, vier Zusatztrainings absolviert. «Mit dem Turnfest kann man die Kinder motivieren», meinte Bütler, «auch schwächere haben ein Erfolgserlebnis.»

Mit relativ jungen Turnern sicherte sich die Männerriege Jonen bei den Frauen und Männern den Turnfestsieg. «Wir haben nicht verbissen trainiert», verriet Vizeoberturner Urs Huber, «wir sind aber eine gut motivierte Truppe.» Zum Erfolg beigetragen haben polysportive Aktivitäten: Velofahren, Biken und Laufen.

Völlig überrascht vom Turnfestsieg bei den Seniorinnen und Senioren wurde Bruno Hunkeler. Der Interimsleiter der Männerriege Fischbach-Göslikon hätte nicht gedacht, dass seine Riege so weit vorne platziert würde. «So hohe Noten und einen Turnfestsieg hat es in der Vereinsgeschichte noch nicht gegeben», freute sich Hunkeler.