Am Sonntag trat die Spielgemeinschaft Oberentfelden/Amsteg unter dem versierten Coaching von Dominik Gugerli zu den beiden letzten Partien der Qualifikationsrunde in der Wiler Sporthalle Aegelsee an. Die Ausgangslage war klar: Sollte der Gruppensieg erfochten werden, mussten beide Einsätze mit 3:0 Sätzen gewonnen werden. Gesagt – getan. 

Nachdem Schlieren, Embrach und Oberentfelden/Amsteg je eine einzige Niederlage kassiert haben, stehen die drei Teams in der Endabrechnung allesamt mit zwölf Punkten zu Buche. Da die Oberentfelderinnen in den Direktbegegnungen jedoch die bessere Satzbilanz aufweisen, stehen die Suhrentalerinnen auf Rang eins. Das Quartett für die Finaltour (Top 4 der Qualifikation) setzt sich demnach aus Oberentfelden/Amsteg, Schlieren, Embrach und Jona zusammen. Die vier Spitzenteams tragen am 7./8. Februar in Widnau den Kampf um den Hallen-Schweizer-Meistertitel aus.

Bisherige Gruppenerste zerzaust

In der ersten Partie der letzten Qualifikationsrunde musste Oberentfelden/Amsteg gegen die bis zu jenem Zeitpunkt noch ungeschlagenen Gruppenersten aus Embrach ran. Die Suhrentalerinnen gewannen den Auftaktsatz mit 13:11. Sie haben dabei die taktischen Vorgaben gekonnt umgesetzt, gut miteinander kommuniziert und auf allen Positionen konzentriert gekämpft.

Gute Aktionen prägten dann den zweiten Durchgang. Allerdings tauchten auch einige Schwierigkeiten auf. Doch die SGOA-Spielerinnen fanden wieder zu ihrem gewohnten Rendement zurück, um auch den zweiten Durchgang mit 12:10 für sich zu entscheiden. Embrach leistete sich im dritten Satz etliche Aufschlagfehler, die von Oberentfelden/Amsteg nach eindrücklicher Abwehr- und Aufbauleistung kaltschnäuzig mit kurz geschlagenen Bällen ausgenutzt wurden. Embrach ging in der Folge mehr Risiko ein, konnte sich damit allerdings nicht mehr aus der misslichen Lage befreien und verlor auch den dritten Satz mit 7:11. Damit haben die Oberentfelderinnen den ersten 3:0-Sieg eingefahren und waren auf Kurs für den Gruppensieg.

Unkonzentrierter Start gegen Diepoldsau

Nun benötigten sie nur noch einen Sieg gegen Diepoldsau, damit der Gruppensieg Tatsache war. Doch gegen die Ostschweizerinnen startete die SGOA unkonzentriert. „Wir bewegten uns zu wenig und es kam fatalerweise keine Stimmung im eigenen Lager auf“, so Fabienne Fedier. Trotzdem wurde der Durchgang mit 11:6 gewonnen. Höchst ausgeglichen verlief in der Folge der zweite Satz. Oberentfelden/Amsteg erarbeitete sich wiederholt Satzbälle, die jedoch vorerst nicht genutzt werden konnten. Schliesslich holten die Aargauerinnen den Satz doch noch mit 15:14. Im dritten Durchgang fanden die Oberentfelderinnen dann allerdings nicht wunschgemäss ins Spiel und gerieten zu Beginn ins Hintertreffen. Danach wurde aber eine sehenswerte Aufholjagd gestartet, die zum klaren 11:7-Erfolg und zum Gesamtskore von 3:0 führte. 

„Wir sind überglücklich über den Qualifikationssieg, befinden uns mental aber bereits in der Vorbereitungsphase im Hinblick auf die kommenden schweren Aufgaben. Wir freuen uns, gegen Jona antreten zu können und erwarten ein spannendes Spiel. Im Hinblick auf die Playoffs müssen wir uns jedoch erheblich steigern, um uns Chancen auf einen Medaillenplatz ausrechnen zu können“, analysierte Fabienne Fedier.

SGOA gegen Jona, Schlieren gegen Embrach

Die Spielgemeinschaft Oberentfelden/Amsteg tritt nun am 7. Februar in Widnau zum Playoff-Halbfinal-Duell gegen Jona an, während Schlieren auf Embrach trifft. Die beiden siegreichen Formationen treten tags darauf zum Endspiel bezüglich der Vergabe des Schweizer Hallenmeisterinnentitels an.