Das Spiel begann ausgeglichen und war durch beidseits hohe taktische Disziplin geprägt. Ein gegenseites Abtasten mit Vorteilen für die Platzherren war die Folge. Aus diesen Vorteilen resultierten jedoch keine zwingenden Chancen, da es an der nötigen Konsequenz vor dem gegnerischen Tor fehlte. Wie aus dem Nichts fiel dann entgegen dem Spielverlauf in der 7. Minute nach einer Einzelleistung das Führungstor für den EHC Frauenfeld.

Die Aargauer liessen sich durch diesen Rückschlag aber nicht den Mut nehmen und konnten das Spiel bis zur ersten Pause weiter ausgeglichen gestalten.

Auch das Mitteldrittel entgegen dem Spielverlauf verloren

Der zweite Abschnitt ging im selben Stil weiter: Das Spiel verlief ausgeglichen auf ansprechendem Niveau, die jungen Aarestädter kämpften mit viel Herzblut und verschafften sich mehr Spielanteile, die aber nicht zählbar umgesetzt werden konnten. Als in der 30. Minute eine Strafe gegen die Stars ausgesprochen wurde, schlugen die Thurgauer im Powerplay souverän zu und erzielten das 0:2.

Dieser Gegentreffer zeigte Wirkung bei den jungen Gastgebern, die gleich im nächsten Einsatz, in der 31. Minute, das 0:3 hinnehmen mussten. Erfreulicherweise konnte sich das Team von diesem Schock gut erholen und fand wieder ins Spiel. In der 38. Minute gab es dann eine Strafe gegen den EHC Frauenfeld. Das Überzahlspiel konnte schnell und souverän durch Scherwey auf Pässe von Gisin und Simmen zum 1:3 Anschlusstreffer genutzt werden, was gleichzeitig das Score nach zwei Dritteln war.

Vergebliche Aufholjagd im Schlussabschnitt

Die Argovia Stars kamen mit erhobenem Haupt und weit davon entfernt, aufgeben zu wollen, zurück auf das Eis und begannen das Drittel druckvoll. Auch jetzt hatten sie wieder mehr Puckbesitz als der Gegner, jedoch wollte und wollte einfach kein Tor mehr fallen.

Auch drei Strafen gegen die Ostschweizer konnten nicht verwertet werden, was dazu führte, dass dieses Drittel torlos endete.

Die jungen Argovia Stars bezahlen Lehrgeld

Inwischen ist der Abstand auf den Strich auf 9 Punkte angewachsen. In Anbetracht der Stärke der Gruppe sowie der etwas widrigen Umstände ist dies verständlich. Momentan fehlen dem Trainergespann Renggli / Wehrli nicht weniger als 12 Spieler aus dem Stammkader, die entweder krank, verletzt oder anderweitig nicht verfügbar sind. Somit müssen in die ohnehin schon junge Mannschaft noch mehr Nachwuchsspieler integriert werden.

Dass dies auf der einen Seite die Schlagkraft des Kaders gegen starke erfahrene Gegner schwächt, wird anderseits dadurch aufgewogen, dass die jungen Spieler der Argovia Stars durch diese Erfahrungen sehr viel lernen. Den Ertrag aus den im Moment scheinbar enttäuschenden Erlebnissen wird das Team bereits in naher Zukunft ernten können. Am kommenden Samstag steht ein Besuch in Arosa an, wo der Zweitplatzierte wartet und das nächste Heimspiel findet am Samstag, 15.12.2018, um 17h20 auf der KEBA gegen den Tabellenführer EHC Wetzikon statt. Möglichst viele Zuschauer sind immer herzlich willkommen!