Nach sechs Niederlagen in Folge konnte der FC Aarau in Lausanne erstmals so richtig überzeugen. Die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen spielte den Aufstiegsfavoriten in der Startphase geradezu schwindelig. Und nach einem kurzen Hänger Mitte der ersten Halbzeit dominierte der FCA die Waadtländer in der zweiten Hälfte klar und verpasste den Siegestreffer zum 2:1 mehrmals nur knapp. Drei Erkenntnisse aus Aarauer Sicht vom Spiel in Lausanne! 

Rückenwind für Trainer Patrick Rahmen

Der FC Aarau lebt! Und der Trainer auch! Aufgrund des Chancenplus‘ hätte der Tabellenletzte der Challenge League in Lausanne gewinnen müssen. Für Rahmen war das 1:1 aber allemal ein Erfolgserlebnis. Sein Team überzeugte. Für einmal gab es keinen Schwachpunkt. Die Spieler zeigten nicht nur Rasse sondern auch Ansätze von Klasse. Und so war das Unentschieden beim Aufstiegsfavoriten für Rahmen ein kleiner, aber wichtiger Befreiungsschlag. 

Gut funktionierendes 4-4-2-System

Nach den jüngsten Transfers von Goran Karanovic und Stefan Maierhofer ist das System mit zwei Stürmern zweifellos das Richtige für den FC Aarau. Es gibt der Mannschaft nicht nur ein offensiveres Gesicht sondern auch mehr Kompaktheit und Strahlkraft. Gegen Lausanne stand Karanovic allerdings klar im Schatten von Maierhofer. Der 36-jährige Österreicher leistete die Vorarbeit zum 1:0 und setzte einem 25-Meter-Freistoss an den Pfosten. Der von Schiedsrichter Adrien Jaccottet ausgesprochene Platzverweis gegen Maierhofer in der 71. Minute wegen eines vermeintlich groben Fouls war äusserst streng. Maierhofer wird am Dienstag gegen Schaffhausen natürlich fehlen und wohl durch Mickael Almeida ersetzt.

Schon wieder ein Gegentreffer nach einem ruhenden Ball

Erinnern Sie sich? An den Siegestreffer von Xamax zum 2:1 im Cup kurz vor der Pause im Brügglifeld? Nach einem Freistoss von Geoffrey Tréand köpfelte Samir Ramizi den Ball am ersten Pfosten ins Tor. In Lausanne führte ein Kopfball von Goncalo Brandao nach einem Corner von Stjepan Kukuruzovic zum 1:1. Ein Gegentor nach einem Freistoss und ein Gegentor nach einem Corner – bleibt zu hoffen, dass die Aarauer gegen Schaffhausen die Lehren aus den Fehlverhalten in den zwei vergangenen Spielen ziehen werden.