FC Aarau

Kleiner Knall im Brügglifeld: Trainer Rahmen und Sportchef Burki werfen zwei Jungprofis raus

Patrick Rahmen (links) und Sandro Burki.

Patrick Rahmen (links) und Sandro Burki.

Machtdemonstration gegen die Schwächsten oder dringend notwendige Erziehungsmassnahme? Die 20-Jährigen Edmond Ramadani und Gezim Pepsi dürfen ab sofort nicht mehr der Aarauer Profimannschaft trainieren und spielen.

Die "AZ" erfuhr: Nach dem Vormittagstraining am Dienstag mussten die FCA-Profis Edmond Ramadani und Gezim Pepsi im Trainerbüro antanzen. Dort wurde ihnen von Patrick Rahmen und Sportchef Sandro Burki mitgeteilt, dass sie bis auf Weiteres vom Trainings- und Spielbetrieb suspendiert sind. 

Gezim Pepsi ist bis auf weiteres nicht mehr im FCA-Profikader

Gezim Pepsi ist bis auf weiteres nicht mehr im FCA-Profikader

Pepsi, vom FC Basel ausgeliehen, und Ramadani, von GC ausgeliehen, sind 20 Jahre jung. Mit 247 (Pepsi) bzw. 73 Spielminuten (Ramadani) gehört das Duo zu den am wenigsten eingesetzten FCA-Spieler in dieser Saison. Eine billige Machtdemonstration also gegen die Schwächsten im Kader?

Auch Edmond Ramadani muss beim FCA ab sofort zuschauen

Auch Edmond Ramadani muss beim FCA ab sofort zuschauen

Patrick Rahmen bestätigt auf Nachfrage die Suspendierungen. Aber von Machtdemonstration zu sprechen, sei komplett falsch. "Nein, es geht überhaupt nicht darum, die beiden Spieler zu Sündenböcken für unsere Situation zu machen. Wir haben Erwartungen an unsere Spieler und verteilen an alle Aufträge. Wenn diese auf Dauer nicht eingehalten werden, muss ich als Trainer intervenieren und sagen: Bis hierhin und nicht weiter."

Patrick Rahmen: "Hoffe, der Denkzettel kommt bei den Spielern an."

Patrick Rahmen: "Hoffe, der Denkzettel kommt bei den Spielern an."

Die "AZ" weiss: Mit mindestens einem der beiden Spieler ist es vor Kurzem zu einem Wortgefecht im Training gekommen. Darauf will Rahmen nicht näher eingehen. Er sagt: "Es sind Dinge passiert, disziplinarischer und sportlicher Natur, die ich nicht weiter tolerieren kann. Ich erwarte von allen Spielern, dass sie sich unserer sportlich schlechten Situation bewusst sind und sich entsprechend verhalten. Wir sind im Abstiegskampf, Einzelinteressen haben derzeit keinen Platz. Ich spüre momentan bei den zwei Spielern die Bewusstheit dafür nicht."

Ab sofort werden Ramadani und Pepsi unter der Leitung von Petar Aleksandrov abseits von den Teamkollegen trainieren. Wenn am Freitagabend die Profis gegen Tabellenführer antreten, werden Ramadani und Pepsi auch spielen. Aber nicht im Brügglifeld. Sondern im Aarauer Schachen. Mit der 2. Mannschaft in der 2. Liga regional. Gegen Kölliken. Immerhin: Auch Kölliken ist Tabellenführer.

Rahmen sagt: "Die Denkpause gilt bis auf Weiteres. Wir werden die beiden in den Trainings und Spielen mit der zweiten Mannschaft beobachten. Ich hoffe, sie ziehen die richtigen Schlüsse aus dem Denkzettel."

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