Gigathlon
Kleine Schmerzen, grosse Freude

Monique Iseli wird am Wochenende für das Regionalsportteam die Inline-Strecke bewältigen. Von kleinen Problemen in den Trainings lässt sie sich jedoch nicht beirren.

Monique Iseli
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Radweg zwischen Lotzwil und Madiswil
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Radweg zwischen Lotzwil und Madiswil
Monique Iseli in Fahrt
Kleine Schmerzen, grosse Freude: Monique Iseli am Gigathlon

Radweg zwischen Lotzwil und Madiswil

Monique Iseli

Hart wäre das Leben für mich ohne Blasenpflaster. Schon in meinen ersten Trainings merkte ich, dass meine Füsse über die Distanz ein Problem haben werden. Ich zog die ersten Konsequenzen: neue Inlineskates und Sportsocken, die speziell in den Inlines Druckpunkte lindern.

Der Unterschied war spürbar, doch ab einer Distanz von zwanzig Kilometer begannen sich die Blasen wieder im Eilzugstempo zu bilden - und scheinbar auch zu vermehren. Nicht eine, nicht zwei, nicht drei - ich konnte sie nicht mehr an einer Hand (oder an einem Fuss) abzählen.

Nicht nur in dieser Situation hiess es für mich, auf die Zähne zu beissen. Oft spürte ich schon nach einigen Kilometern, wie sich meine Beine etwas zu übersäuern begannen. Nach längeren Distanzen hatte ich kleine Verkrampfungen im Rücken. Da kam mir ab und zu der Gedanke: Ich schaffe doch so keine 92 Kilometer! Doch so schnell dieser Gedanke kam, so schnell habe ich ihn auch wieder aus meinem Kopf verbannt. Und mit ihm gingen meist auch gleich meine kleinen Wehwehchen.

Wie so oft beim Sport überwiegt auch bei mir im Inline-Training die Freude. Als eigentlich Nicht-Inlinerin kann ich mir jedes Mal mit gutem Gewissen auf die Schulter klopfen, wenn ich eine anständige Distanz hinter mir sehe.

Nun starte ich - vollbepackt mit Blasenpflastern, um wenigstens einem meiner Probleme Herrin zu werden - am Samstag in der Früh in mein bisher grösstes sportliches Abenteuer.