Handball
Klarer Badener Sieg gegen die Schaffhauser Reserve

Mit einer souveränen Leistung holt Städtli 1 zu Hause das nächste Punktepaar und gewinnt gegen die SG GS/Kadetten Espoirs mit 29:24 (16:12). Damit steht der STV Baden weiterhin auf Platz drei.

Franco Bassani
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Steven Larsson zeigte eine starke Leistung erzielte acht Tore.

Steven Larsson zeigte eine starke Leistung erzielte acht Tore.

Nordwestschweiz

Die Espoirs sind ein unbequemer Gegner. Das Reserveteam der Kadetten Schaffhausen zeichnet sich durch eine enorme Spieler-Fluktuation aus und ist dadurch für seine Gegner nur schwer auszurechnen. Handkehrum muss es sich den Interessen des NLA-Teams unterordnen, was bedeutet, dass die Espoirs nicht in allerstärkster Besetzung antreten, wenn es für die Kadetten um die Wurst geht.

So geschehen am Samstag. Auswärts gegen Dunkerque stand der Verbleib der Kadetten in der Champions League auf dem Spiel, was dazu führte, dass die Espoirs nur mit elf Spielern den Weg nach Baden fanden.

Grundstein zum Erfolg

Hier trafen sie auf ein Städtli 1, das nach dem hart verdienten Auswärtssieg gegen Möhlin voll motiviert und augenscheinlich im Vollbesitz seiner Kräfte agierte. Nach 15 Sekunden brachte Florian Legoll fein herausgespielt das erste Mal das Leder im Kasten der Espoirs unter setzte damit den Grundstein für die 60 Minuten dauernde Führung des Heimteams.

Schaffhausen wehrte sich nach Leibeskräften, vermochte den Badenern aber weder vorne noch hinten wirklich Paroli zu geben. In der Defensive agierte Städtli 1 gewohnt aggressiv und weitete in der zweiten Halbzeit das ohnehin offensive 3-2-1 auf die gesamte eigene Platzhälfte aus. Schaffhausen musste für jedes Tor weite Wege gehen, während Baden im Gegenzug deutlich schneller zum Erfolg kam.

Gefährdet schien der Badener Erfolg nie, auch wenn sich die Espoirs zwischenzeitlich immer wieder auf Schlagdistanz heranarbeiteten. Zu mehr reichte es aber nicht, denn im Badener Tor zeigten die Goalies erneut eine starke Leistung: Marco Wyss entschärfte 15 von 34 Schüssen (45%), und auch Michael Schoch kam in der letzten Viertelstunde auf eine Fangquote von beachtlichen 38%. Ihre Gegenüber brachten es auf lediglich 14% (4/29) und 0% (0/4).

Überzeugendes Kollektiv

Den Espoirs-Goalies besonders zu schaffen machte Neuzuzug Steven Larsson. In den vergangenen Spielen noch blass, liess er am Samstag seine Shooter-Qualitäten erstmals aufblitzen. Mit 8 Toren aus 10 Versuchen trug er massgeblich zum Erfolg von Städtli 1 bei, der aber wie schon in der Vorrunde nicht von der Treffsicherheit eines einzelnen abhing. Städtli 1 überzeugte (wieder) als Kollektiv mit einer hochgradig unbequemen Abwehr und einer immer besser harmonierenden Offensive.

Nach dem klaren Heimsieg belegt Städtli 1 in der NLB-Meisterschaft nach wie vor Platz drei und bleibt auf Tuchfühlung mit Basel und Endingen. Am kommenden Samstag steht das Limmatderby gegen Siggenthal an. In der Vorrunde reichte es nur zu einem Unentschieden – was sich die jungen Wilden von Björn Navarin für den 28. Februar vorgenommen haben, ist klar!