Andy Egli, wer schafft die Barrage? Der FC Aarau oder Lausanne?

Ich tippe auf Aarau. Die Rechnung ist einfach: Lausanne verliert in einem torreichen Spiel in Genf gegen Servette 2:4. Im Gegensatz dazu gewinnt der FC Aarau die restlichen vier Spiele. Dann hat Aarau am Schluss mindestens einen Punkt mehr als Lausanne.

Klare Worte! Was macht Sie so sicher?

Der FC Aarau hat mich beim 3:0-Sieg gegen Lausanne am vergangenen Samstag überzeugt. Die Mannschaft ist kompakt, spielt offensiv, hat einen Lauf und verfügt über viel Selbstvertrauen. Das Potenzial ist gross. Und die Mischung zwischen jungen Spielern wie Nicolas Bürgy, Raoul Giger oder Varol Tasar und routinierten Spielern wie Marco Schneuwly, Markus Neumayr oder Elsad Zverotic stimmt.

Für den FC Aarau hängt vieles vom Resultat des Spiels zwischen Servette und Lausanne ab. Wie gross ist die Gefahr, dass Servette Lausanne Schützenhilfe leistet? 

Es gibt keine Hilfe von Servette für Lausanne. Ich war von 1992 bis 1994 Spieler bei Servette und habe einige Male gegen Lausanne gespielt. Sie können mir glauben, dass Servette Lausanne keine Geschenke machen wird. Die Rivalität zwischen den beiden Klubs und ihren Anhängern ist gross. Und Servette kann gegen Lausanne den Aufstieg vor eigenem Publikum klar machen. Diese Chance lassen sich die Genfer nicht nehmen.

Sie trauen dem FC Aarau den Barrage-Platz zu – und danach auch den Aufstieg in die Super League?

Ja. Der FC Aarau kann in den beiden Barrage-Spielen nur gewinnen und hat erst noch den Vorteil, dass das entscheidende zweite Spiel im Brügglifeld stattfindet. Der psychologische Druck in den Barrage-Spielen liegt eindeutig auf dem Neunten der Super League. Für Mannschaften wie den FC Zürich, Sion und Luzern wäre ein Abstieg schlimm.​