Laufsport
Klare Verhältnisse am Wohler Pfingstlauf

Berhe Zeremariam und Daniela Gassmann Bahr dominierten den 49. Internationalen Pfingstlauf von Wohlen.

Ruedi Burkart
Drucken
Teilen
Bilder vom Wohler Pfingstlauf 2015
6 Bilder
Rang 3 bleibt im Freiamt. Guta Fikru aus Villmergen auf dem Weg aufs Podest.
Markus Joho führt schon nach wenigen hundert Metern nur noch die Verfolger an.
Ja, wo laufen sie denn?
Der FCZ-Fan lief in Wohlen seinen Alterskollegen um die Ohren und gewann.
Die Nachwuchs-Läuferinnen auf ihrer 1600 Meter langen Runde.

Bilder vom Wohler Pfingstlauf 2015

Ruedi Burkart

Eine Jahr vor dem grossen Jubiläum erlebte der Wohler Pfingstlauf bei besten äusseren Bedingungen eine wahre Rekordflut. Sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen und ebenfalls bei den Waffenläufern gabs über die 10-Kilometer-Distanz neue Bestzeiten zu vermelden. Ein Wermutstropfen bleibt dennoch: letztmals waren vor 20 Jahren weniger Athletinnen und Athleten gemeldet. Nur gerade 827 rannten durch den Wohler Wald.

Berhe Zeremariam ist in der regionalen Laufszene alles andere als ein Unbekannter. Der 33-jährige Äthiopier aus Zürich gewann im April innert Wochenfrist die beiden az-Goldläufe GP Fricktal und Aargauer Volkslauf. Und in Wohlen triumphierte er nun bereits zum insgesamt fünften Mal. Zeremariam liess die Gegner leiden und distanzierte den sieben Jahre jüngeren Tageszweiten Hirum Mwangi sowie den letztjährigen Sieger Guta Fikru klar. «Es war ideal zum schnell Laufen. Angenehme Temperatur und eine gute Stimmung an der Strecke. Ich laufe immer wieder gerne in Wohlen», so Zeremariam. Mit einer Zeit von 30:58 Minuten unterbot er seinen eigenen Rekord aus dem Jahre 2011 um 13 Sekunden.

Daniela Gassmann Bahr liegt die idyllische Strecke beim Friedensbaum ebenfalls. Die 51-jährige Athletin aus Galgenen distanzierte die 20 Jahre jüngere Zentralschweizerin Susanne Rüegger um über eine halbe Minute und verbesserte mit 35:30 Minuten ihren eigenen Streckenrekord aus dem Jahr 2011 um 25 Sekunden. «Es ist alles ideal aufgegangen», so die Berglauf-Spezialistin, «ich konnte an den kleinen Steigungen die Differenz herbeiführen.» Gassmann Bahr wird nächstes Wochenende in Grabs einen Qualifikations-Wettkampf für die Berglauf-WM absolvieren.

Als erste Gruppe wurden die Waffenläufer auf die Strecke geschickt. An ihrer Spitze stand mit Christian Kreienbühl ein EM-Medaillengewinner. Der 33-jährige Zürcher holte letztes Jahr für die Schweiz in der Marathon-Teamwertung Rang 3. Kreienbühl liess nichts anbrennen und gewann den Lauf nicht nur, seine gestrige Zeit von 34:54 Minuten war um 39 Sekunden schneller als sein eigener, drei Jahre alter Rekord.

Letztes Jahr lief Markus Joho bei heissen Temperaturen an der 30-Grad-Grenze auf den zweiten Platz – nur Guta Fikru war schneller. Diesmal klassierte sich der Athlet der Läuferriege Wohlen nur auf Rang 18, sechseinhalb Minuten hinter dem Sieger. Grund: Joho kam aus beruflichen Gründen nicht oft zum Trainieren.

Rolf Bienz war mit «seinem» Lauf aus sportlicher Sicht natürlich zufrieden. «Aber einige Teilnehmer mehr hätte ich mir schon gewünscht», sagte der OK-Chef am Rande der abendlichen Preisverteilung.

Aktuelle Nachrichten