NLA-Handball

Klare Niederlage zum Jahresabschluss: Der dezimierte TV Endingen unterliegt St. Otmar deutlich mit 28:39

TVE-Rückraumspieler Sven Schafroth beisst gegen St. Otmar auf die Zähne: Er läuft aufgrund der vielen Absenzen trotz Hüftverletzung auf.

TVE-Rückraumspieler Sven Schafroth beisst gegen St. Otmar auf die Zähne: Er läuft aufgrund der vielen Absenzen trotz Hüftverletzung auf.

Der TV Endingen kassiert zum Abschluss des Jahres 2020 in der coronabedingt leeren GoEasy-Arena gegen den TSV St. Otmar St. Gallen eine deutliche 28:39-Niederlage. Die Surbtaler, die neben zahlreichen weiteren Ausfällen auch das Fehlen von Captain Christian Riechsteiner (Quarantäne) zu verkraften hatten, waren bereits zur Pause 11:18 zurückgelegen.

Am Ende betrug die Differenz zwischen dem TV Endingen und dem TSV St. Otmar St. Gallen elf Treffer. 28:39 lautete das Verdikt auf der Anzeigetafel nach der Schlusssirene. Bitter zwar, aber trotzdem noch im Rahmen – zumal, wenn man bedenkt, dass der Rückstand in der 52. Minute beim Stand von 21:37 noch 16 Treffer betragen hatte.

Danach liess Trainer Zoltan Majeri auf Seiten der Surbtaler von Torhüter Vit Schams, Topskorer Justin Larouche und Flügel Noah Grau ausnahmslos Nachwuchsspieler auflaufen. Und tatsächlich gelang es den unerfahrenen Seya Grau (16), Joshua Hitz (17), Leandro Lüthi (18) und Yves Mischler (18) im Zusammenspiel mit ihren wesentlich routinierteren Teamkollegen noch einiges an Resultatkosmetik zu betreiben.

Majeri: «Die Jungen haben es am Ende richtig gut gemacht»

Und sie verhinderten damit quasi im Vorbeigehen auch gleich noch die Niederlage mit den meisten Gegentreffern in der laufenden Saison (12. September, 27:41 auswärts gegen die Kadetten Schaffhausen). 

TVE-Nachwuchsspieler Joshua Hitz (M., hier gegen die Kadetten) erzielte gegen St. Otmar seine drei ersten NLA-Treffer.

TVE-Nachwuchsspieler Joshua Hitz (M., hier gegen die Kadetten) erzielte gegen St. Otmar seine drei ersten NLA-Treffer.

Majeri zeigte sich nach Spielschluss erfreut über den Auftritt seiner jungen Garde: «Die Reaktion der Jungen ist sicher der positive Aspekt dieser Partie. Sie haben es am Ende richtig gut gemacht und noch etwas Resultatkosmetik betreiben können.»

Auch Captain Riechsteiner fehlte

Dass der TVE gegen St. Otmar an diesem frühen Samstagabend zum Abschluss des Jahres 2020 unter keinen Umständen konkurrenzfähig sein würde, hatte sich schon vor Beginn der Partie abgezeichnet: Zu Leonard Pejkovic (Aufbau nach Schulteroperation) und Joel Huesmann (private Gründe) gesellte sich mit Christian Riechsteiner ein weiterer Routinier auf die Endinger Absenzenliste. Der 30-jährige Captain befindet sich nach einem Kontakt mit einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person in Quarantäne.

Das hatte zur Folge, dass sich Sven Schafroth trotz am Donnerstag beim 29:30 gegen GC Amicitia erlittener Hüftverletzung aufstellen liess und in der ersten Halbzeit Angriff für Angriff auf der Platte mittat. Dieser Effort des Solothurners ermöglichte Majeri immerhin, dass er wechseln konnte – in der Defensive kam nämlich jeweils Lukas Riechsteiner anstelle Schafroths zum Einsatz.

Insofern wollte Majeri dem Endergebnis nicht zu viel Gewicht beimessen: «Mit elf Treffern Differenz können wir natürlich nicht zufrieden sein. Aber klar: unter diesen Umständen war es ein sehr schwieriges Spiel für uns.»

Winterpause kommt zum richtigen Zeitpunkt

Wenngleich sie sich nun bis Ende Februar nicht mehr gegen die rote Laterne in der NLA wehren können: Alles in Allem dürften die Endinger trotzdem froh sein, dass sie gegen St. Otmar ihr letztes Pflichtspiel im Jahr 2020 absolviert haben.

Nun stehen die Weihnachtsferien an. Und zum Trainingsauftakt im neuen Jahr in rund zwei Wochen dürfte sich die Absenzenliste des TVE wesentlich kleiner präsentieren: Sowohl Pejkovic als auch Huesmann und Riechsteiner sollten dann wieder mit dabei sein und ihrem Trainer so wieder mehr Wechseloptionen ermöglichen.

Sie haben die Partie verpasst? Schauen Sie sie sich hier in der Aufzeichnung des Livestreams an:

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