Tennis

Kevin Jordi dank Steigerungslauf zum Titel

Kevin Jordi und Amanda Schneider werden ihrer Favoritenrolle gerecht. Jordi lieferte sich gegen Oliver Mrose ein ausgeglichenes Duell. Mit druckvollen Schlägen zwang er seinen Kontrahenten zu mehr Laufarbeit und holte sich wie Schneider den Titel.

Eingepackt in Regenjacken, die Kapuzen hochgeschlagen und die Schirme aufgespannt: So trotzten die Zuschauer am Sonntagmittag dem garstigen Wetter auf der Anlage des Tennisclubs Muri. Vom Nieselregen und den kühlen Temperaturen liessen sich Kevin Jordi (N2, 26) und Oliver Mrose (N3, 32) nicht irritieren.

Guter Start für Mrose

Die beiden top gesetzten Akteure lieferten sich ein ausgeglichenes Duell. Mrose erwischte dabei den besseren Start. Gleich im ersten Game konnte er seinem Kontrahenten den Aufschlag abnehmen. Auch in der Folge war der 19-jährige Klingnauer der aktivere Spieler. Er variierte geschickt, beging weniger Fehler und war schnell auf den Beinen. Die logische Konsequenz: Satz eins ging mit 6:3 an Mrose.

Jordi dreht die Partie

Im zweiten Umgang konnte sich Jordi steigern. Seine druckvollen Schläge landeten nun im Feld und er zwang Mrose damit zu mehr Laufarbeit. «Ich hatte mir vorgenommen, aggressiv zu spielen. Im ersten Satz machte ich noch zu viele Fehler, danach spielte ich besser», so Jordi, der den zweiten Satz mit 6:1 gewann.

Im Entscheidungssatz wurden die Ballwechsel länger, das Geschehen emotionaler. Beide Spieler verschafften ihrem Unmut lautstark Luft. Immer wieder machten die Rackets unsanft Bekanntschaft mit der roten Asche oder dem Zaun.

Doppelfehler von Mrose

In der entscheidenden Phase hatte Jordi sein Temperament aber besser im Griff. Beim Stand von 5:4 holte er sich dank zwei herrlichen Punkten den ersten Matchball. Just in diesem Moment leistete sich Mrose einen Doppelfehler und so war es Jordi, der sich den Aargauer Meistertitel sicherte. «Diesen Titel habe ich nicht erwartet. Ich konnte mich aber von Match zu Match steigern und war am Ende nahe an meiner Topform», bilanzierte er. Für Jordi, der im Mai seine Profikarriere beendet hat und im August eine KV-Lehre beginnen wird, war es nach 2010 der zweite Titelgewinn.

Erster Titel für Schneider

Bei den Frauen sah Amanda Schneider (N4, 64) im Duell gegen ihre Klubkollegin Janina Ruhstaller (R1) lange wie die sichere Siegerin aus. Über weite Strecken diktierte die 16-jährige Linkshänderin das Spiel mit ihrer Vorhand. Trotz umkämpfter Ballwechsel führte Schneider mit 6:0, 5:2. Doch plötzlich steigerte sich Ruhstaller und kam nochmals auf 5:4 heran. Mehr als ein kurzes Aufbäumen war es jedoch nicht. Kurze Zeit später hatte Schneider ihren ersten Aargauer Meistertitel bei den Aktiven gewonnen. «Ich war vor dem Final ein wenig nervös, denn ich habe noch nie gegen Janina gewinnen können. Daher nahm ich mir vor, konzentriert und fokussiert zu spielen. Das hat gut geklappt», freute sich Schneider.

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