Im Heimspiel gegen Leader Altdorf bot sich den NLB-Handballern von Siggenthal/Vom Stein die Gelegenheit, dem Katonsrivalen Suhr Aarau im Aufstiegskampf Schützenhilfe zu leisten. Trotz einer engagierten Leistung unterlagen die Einheimischen den Urnern jedoch mit 27:33. Damit steigt der KTV Altdorf erstmals in seiner 50-jährigen Vereinsgeschichte in die höchste Schweizer Spielklasse auf.

Nichts wurde geschenkt

Obwohl ihr 7. Schlussrang bereits vor der Partie feststand, schenkten die Siggenthaler den Altdorfern nichts. Engagiert und konzentriert stieg der Gastgeber in das Spiel und nach einer ausgeglichenen ersten Spielhälfte lagen die Gäste zur Pause nur knapp mit 16:15 in Front. Nach dem Seitenwechsel vermochte Altdorf das Tempo zu erhöhen und seinen Vorsprung kontinuierlich auszubauen. Die über 200 mitgereisten Fans aus dem Urnerland waren in der Schlussphase kaum noch auf ihren Plätzen zu halten. «Wir boten gegen den Aufsteiger eine gute kämpferische Leistung, wobei sich gegen Schluss leider einige unnötige Fehler einschlichen. Jetzt geniessen wir beim Saisonabschluss-Essen noch die gute Saison», zeigte sich SCS-Trainer Peter Szilagy trotz der Niederlage nicht unzufrieden

Erfolgreichste Saison

Nachdem der SC Siggenthal/Vom Stein im Vorjahr als Aufsteiger bis zuletzt um den Ligaerhalt zittern musste, setzte der Verein für diese Spielzeit mit Peter Szilagy auf einen neuen Trainer. Nach einem missglückten Saisonauftakt mit drei Spielen ohne Punkte, raffte sich das Team auf und vermochte die Liga zu überraschen. Dabei war der SC Siggenthal in den Heimspielen eine Macht und besiegte in Obersiggenthal Spitzenteams wie Suhr Aarau und Yellow Winterthur. Am Schluss resultierte die erfolgreichste Saison in der 58-jährigen Vereinsgeschichte. «Szilagy hat uns auch spielerisch weitergebracht. Mit ihm können wir noch viel erreichen», lobt Präsident Paul Keller den Coach.