Radball
Keine Medaille für Oftringen an den Schweizer Meisterschaften im Radball

Die Radballer von Oftringen klassierten sich an den Schweizer Meisterschaften in Schöftland auf dem 5. Rang. Schweizer Meister 2016 wurde Altdorf.

René Lüscher
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Die zweitplatzierten Kunstradfahrerinnen aus Baar zeigten, wie attraktiv ihr Sport sein kann.

Die zweitplatzierten Kunstradfahrerinnen aus Baar zeigten, wie attraktiv ihr Sport sein kann.

Michael Wyss

In der ersten Partie des NLA-Radball-Finalturniers fiel das erste Tor bereits nach acht Sekunden. Altdorf ging gegen Oftringen in Führung. In der Folge konnte der Favorit erhöhen, bevor Stadelmann/Zaugg durch einen Penalty der Anschlusstreffer gelang. In Hälfte zwei schaffte Oftringen zuerst den Ausgleich, musste dann aber Altdorf zum 5:3-Schlussresultat ziehen lassen.

Gegen Pfungen lag Oftringen nach einem Konter nach gut einer Minute in Front. In der Folge wurde das Spiel hektisch. Pfungen glich aus und ging sogar in Führung. Doch noch vor der Pause erzielte Rafael Stadelmann mit einem Treffer via Latte das 2:2. In der zweiten Halbzeit verletzte sich Stadelmann beim Versuch, einen Weitschuss abzuwehren. Er musste gepflegt werden, konnte aber weiterspielen. Kaum war das Spiel wieder angepfiffen, erzielte er den Siegestreffer zum 4:3.

Auch gegen Mosnang erzielte Andreas Zaugg den Führungstreffer. Die Toggenburger glichen per Eckball und Nachschuss via Latte wieder aus, bevor Zaugg das 2:1 erzielte. In der zweiten Halbzeit machte Oftringen viel Druck, konnte sich aber nicht durchsetzen. Schliesslich rollte der Ball buchstäblich in letzter Sekunde über das Spielfeld ins leere Oftringer Tor zum 3:4.

Im letzten Spiel erzielte der Winterthurer Peter Jiricek den ersten Treffer, allerdings ins eigene Tor. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich konnte Oftringen auf 3:1 erhöhen. Nach der Pause erzielte Winterthur im ersten Angriff den Anschlusstreffer und drehte das Spiel bis zum Schluss noch. Oftringen unterlag mit 3:4. «Natürlich hätten wir gerne eine Medaille gewonnen», erklärte Andreas Zaugg, «wir konnten uns im Vergleich zum ersten Final aber massiv steigern und mit einer besseren Chancenauswertung wäre viel möglich gewesen. Trotz dem fünften Rang sind wir mit der Leistung zufrieden.»

Vor der Schlusspartie des Turniers – Altdorf gegen Winterthur – war noch offen, wer Schweizer Meister werden würde. Altdorf verzeichnete zunächst zwei Treffer ans Gehäuse, bevor Winterthur vorlegte. Nach unentschiedenem Pausenstand war es erneut Winterthur, das in Führung ging. Doch die letzten drei Minuten spielte Altdorf entfesselt. Unterstützt von den vielen Urner Fans erzielte Roman Schneider drei Treffer in Folge, was Altdorf den Titel und die WM-Qualifikation bescherte.

Zum Hallenradsport gehört auch die Disziplin Kunstradfahren, in der in Schöftland die Schweizer Meister erkoren wurden. Im 1er der Frauen kam es zu einer Überraschung. Seraina Waibel, die Siegerin der letzten drei Jahre, musste sich Nathalie Walter geschlagen geben. Im 2er setzten sich die Titelverteidigerinnen Fabienne Gamper/Rahel Nägele knapp durch. Die anderen Klassen endeten ohne Überraschungssieg.