Irgendwie lief das Spiel von Beginn weg nicht wie gewünscht. Zwar waren die Reinacherinnen mehrheitlich im Ballbesitz, doch ungenaues Zusammenspiel und fehlende Ideen gegen gut organisierte Aarauerinnen verhinderten zwingende Torchancen. Sinnbildlich dafür war der Führungstreffer der Reinacherinnen, ein Pass Richtung Slot fand via Aarauer Verteidigerin den Weg ins Tor. Das Spiel fand nun mehrheitlich in der Mittelzone statt, es war kein Leckerbissen zum Zuschauen. Das zweite Reinacher Tor durfte als Highlight der ersten Hälfte bezeichnet werden. Ein schön gespielter Angriff mit einem Direktabschluss sorgte für die Zweitore Führung zur Pause.

Aarau kam mutiger aus der Pause zurück. Vermehrt setzten sie die Reinacherinnen in ihrer Spielhälfte unter Druck und kamen vermehrt zu Torchancen. In dieser Phase durften sich die Reinacherinnen auf ihre starke Torfrau verlassen, sie hielt die Null fest. Offensiv scheiterten die Reinacherinnen mehrheitlich an sich selbst, irgendwie funktionierte das Reinacher Spiel einfach nicht. Zweieinhalb Minuten vor Spielschluss bündelten die Aarauerinnen ihre Kräfte, nach einem Timeout agierten sie mehrheitlich mit einer sechsten Feldspielerin. Am Spielgeschehen änderte sich dadurch nichts. Aarau zu umständlich, Reinach ohne Ideen. Das dritte und zugleich letzte Tor der Partie erzielten die Reinacherinnen ins verwaiste Aarauer Tor, irgendwie zappelte der Ball via Pfosten und Aarauer Verteidigerin doch noch im Netz. Es war ein glücklicher Sieg ohne eine spielerische Glanzleistung, welche die Reinacherinnen dank ihrer Torfrau feiern durften. Die Vorgabe „zu Null spielen“ wurde nebenbei erfüllt, Schlussresultat 3-0 für Reinach.

Offene Rechnung mit Highlands begleichen…

… war das Ziel des zweiten Spiels. Im Hinspiel Ende November führten die Zuger Highlands zwischenzeitlich mit 3-0 Treffern, ehe die Reinacherinnen das Spieldiktat an sich rissen und das Spielgeschehen ausgleichen konnten.

Nach dem ideenlosen Spiel gegen Aarau starteten die Reinacherinnen mit veränderten Linien in die zweite Partie. Nun funktionierte das Reinacher Spiel plötzlich. Herrliche Kombinationen, schnelles Direktspiel sowie präzise Abschlüsse sorgten dafür, dass die Zuger Highlands wortwörtlich keine Chance hatten. In regelmässigen Abständen durften die Reinacherinnen bis zur Pause 6 Tore bejubeln. Auch nach der Pause veränderte sich das Spielgeschehen nicht. Reinach war hoch überlegen, lediglich die Torquote ging ein wenig zurück. Bis zum Schlusspfiff erhöhte Lok auf 9-0 Tore, es war eine Machtdemonstration.

Fazit / Ausblick

Mit einer riesen Leistungssteigerung zwischen Spiel 1 und Spiel 2 durften die Reinacherinnen zwei weitere Siege ohne Gegentore feiern. Doch das Spiel gegen Aarau zeigte wieder einmal, dass Kleinigkeiten über Sieg oder Niederlage entscheiden, diesmal mit dem glücklicheren Ende für Reinach.

In der letzten Meisterschaftsrunde warten mit Floorball Zurich Lioness sowie Floorball Uri nochmals zwei harte Brocken die es zu schlagen gilt, will das Team den zweiten Tabellenrang und somit die Chance an den Aufstiegsspielen teilzunehmen wahren.

Die letzte Meisterschaftsrunde wird in Altdorf ausgetragen, gespielt wird um 13.40 Uhr sowie um 16.25 Uhr. Das Team freut sich bereits jetzt auf zahlreiche Fans, welche das Spiel hoffentlich in der Halle mitverfolgen.