Es bleibt dabei, gegen YB gibt es für die FC Aarau Frauen in dieser Saison nichts zu holen – auch in der vierten Partie gegen die Bernerinnen resultierte eine Niederlage. Doch so deutlich wie an diesem Samstag in Bern war es noch nie.

Gleich mit 1:7 wurden die Aarauerinnen wieder nach Hause geschickt – ohne je eine Chance auf den Sieg gehabt zu haben. „YB war heute ohne Frage die bessere Mannschaft“, attestierte auch FCA-Trainer Andreas Zürcher dem Gegner die gute Leistung. Das einzige Tor der Gäste erzielte Alessandra Abbühl mittels Elfmeter.

Das Übel nahm bereits in der zweiten Minute seinen Lauf: Nach einem dummen Ballverlust von Amoros Bonmati am eigenen Strafraum erzielte Dubs mit einem schönen Schlenzer das frühe 1:0 für das Heimteam. Dieses Tor war Gift für das, sowieso schon stark angeknackste, Selbstvertrauen der Aarauerinnen.

In der Folge liessen sie sich von ihren Gegnerinnen regelrecht dominieren – vor allem in der ersten Halbzeit war YB die klar bessere Mannschaft. Zweimal Lehmann sowie Calo erhöhten bis zur Pause auf 4:0. Aarau war damit sogar noch gut bedient, alleine Alisha Lehmann scheiterte noch zweimal am Pfosten.

Videointerview mit Rita Do Sul nach YB - FC Aarau Frauen

Das sagt Aarau-Verteidigerin Rita Do Sul zum 1:7 gegen YB.

 

Nach der Pause ging es im genau gleichen Stil weiter. Nicht mal eine Minute war gespielt, als der Ball bereits wieder im Tor hinter der bemitleidenswerten Laura Vogt lag. Nur kurz darauf – in der 52. Minute – fiel bereits das 6:0. „Es ist schon unglaublich, da haben wir uns das genaue Gegenteil vorgenommen“, enervierte sich Andreas Zürcher nach dem Spiel, „wir wollten nach der Pause gleich Druck machen und kassierten stattdessen selbst sofort zwei Tore.“

Das sechste Gegentor gegen YB war im Übrigen das insgesamt 100. in der Saison. Und mit diesem endete der Sturmlauf der Bernerinnen. Ab da schalteten sie einige Gänge zurück und begnügten sich damit, Ball und Gegner laufen zu lassen. Erst kurz vor dem Ende machten sie noch einmal Dampf und setzten mit dem 7:1 durch Ismaili den Schlusspunkt hinter diese so einseitige Partie. 

Noch vor dem Spiel hat man sich in den Reihen der FCA-Frauen erhofft, dass durch den nun definitiven Abstieg auch der Druck weg sei und man befreit aufspielen könne. Von dem war in Bern jedoch nichts zu sehen oder zu spüren. Somit bleibt noch ein Spiel übrig – nächsten Samstag zu Hause gegen Yverdon. Eine letzte Chance, zumindest für einen versöhnlichen Saisonabschluss zu sorgen.