Frauen NLA
Keine Chance: Die FCA-Frauen verlieren deutlich mit 1:7 gegen Zürich

Die FC Aarau Frauen verlieren auswärts gegen die FC Zürich Frauen klar mit 1:7. Das einzige Tor für die Aarauerinnen schoss Julia Höltschi in der 75. Minute.

Konstantin Furrer
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Aarau ist gegen Zürich chancenlos und verliert 1:7.

Aarau ist gegen Zürich chancenlos und verliert 1:7.

Fabio Baranzini | Baranzini Fotografie und Texte GmbH | www.baranzini.ch

Es war ein bisschen eine Niederlage mit Ansage. Bereits die Spiele in der Hinrunde gegen die FC Zürich Frauen gingen deutlich verloren (0:2 und 1:5). Trotzdem überraschte das hohe Resultat nach 90 Minuten: Die FC Aarau Frauen verloren klipp und klar auswärts mit 1:7 gegen die Zürcherinnen.

Dabei wäre die Ausgangslage gar nicht so schlecht gewesen: Vor einer Woche gewannen die Aarauerinnen endlich ihr erstes Spiel (3:0 gegen Yverdon) und die FC Zürich Frauen verloren ihr erstes Spiel (0:2 gegen YB).

Entsprechend unzufrieden war FCA-Frauen-Trainer Andreas Zürcher nach dem Spiel. «Was ich am meisten vermisst habe gegen Zürich, war die Leidenschaft», sagte der Trainer nach dem Spiel. Bereits in der dritten Minute mussten die Aarauerinnen das erste Gegentor hinnehmen. Nachdem sich die FCZ-Frauen auf der linken Seite durchspielen konnte, verwertete Patricia Willi im Strafraum zur frühen Zürcher Führung.

Zu viele individuelle Fehler

In der Folge waren die Aarauerinnen kaum zu einer Gegenwehr fähig. Nur punktuell konnten sie Akzente setzen – blieben aber ungefährlich vor dem gegnerischen Tor. Es war ein launischer Auftritt der Aarauer Frauen: Immer wieder fanden sie ins Spiel und immer wieder sorgten individuelle Fehler für Chaos. Ein Punkt, der auch Tihomir Radoja nach dem Spiel ansprach: «Da müssen wir uns unbedingt noch verbessern», sagte der Assistenztrainer.

Trotz der hohen Niederlage gab es einige positive Aspekte im Spiel der Aarauerinnen: Das Mittelfeld mit Lara Jenzer und Neuverpflichtung Jasmine Imboden ist top besetzt und sorgte gegen Zürich zeitweise für die viel vermisste Abgeklärtheit im Spielaufbau.

Und auch Julia Höltschi machte nach ihrem Hattrick gegen Yverdon vor sieben Tagen eine gute Figur in der Offensive. Mit viel Laufbereitschaft und Wille stellte sie die Zürcher Abwehr stets vor Probleme. In der 75. Minute gelang ihr dann auch noch ein Treffer – der fünfte in der laufenden Saison.

In einer Woche gegen Luzern

Weil auch Yverdon am Samstag gegen Luzern verlor, beträgt der Abstand auf den rettenden siebten Platz weiter nur drei Punkte. Drei Punkte, die – wenn es nach Jasmine Imboden geht – bereits in sieben Tagen zu Buche stehen sollen. «Gegen Luzern müssen drei Punkte her», sagte die 27-Jährige nach dem Spiel.

Unrealistisch ist das nicht: Zwar gingen beide Partien in der Hinrunde gegen die Zentralschweizerinnen verloren, das Team von Andreas Zürcher zeigte aber in beiden Spielen eine gute Leistungen und hätte Punkte verdient.

FC Zürich Frauen – FC Aarau Frauen 7:1 (2:0)

Heerenschürli, Zürich – 100 Zuschauer. – Tore: 4. Patricia Willi 1:0. 30. Martina Moser 2:0. 47. Caroline Abbé 3:0. 55. Patricia Willi 4:0. 65. Caroline Abbé 5:0. 68. Fabienne Humm 6:0. 75. Höltschi 6:1. 78. Seraina Piubel 7:1.

FC Zürich Frauen: Friedli; Bühler, R. Moser, Abbé, Fischer; Gut (56. Zehnder), R. Moser (65. Cavicchia), Ramseier (76. Piubel), Bernet; Willi, Humm.

FC Aarau Frauen: Schneider; Tiller (46. Weber), Stierli, Lahmici, Sylvestre; Grüter, Imboden, Jenzer, Abbühl; Erne, Höltschi.

Bemerkungen: Zürich ohne Mauron (Aufbautraining) Hofmann (nicht im aufgebot) Stierli (Aufbautraining) Deplazes (Aufbautraining) Terchoun (Aufbautraining) Gensetter (verletzt) Kuster (Aufbautraining) Baumann (verletzt) Herzog (verletzt). Aarau ohne Trutmann (Rekonvaleszent) Villiger (Rekonvaleszent) Do Sul (verletzt) Zürcher (Rekonvaleszent) Suter (nicht im Aufgebot). – Verwarnungen: 29. Lahmici.

Der Live-Ticker zum Nachlesen: