In einer sehr unterhaltsamen Partie im Vecsa Stadium zu Moutier waren die Platzherren am Anfang die etwas aktivere Mannschaft und gingen nach 19 Minuten verdient durch Florian Jacquel in Führung. Der Stürmer verwandelte einen Elfmeter, den er zuvor selber herausgeholt hatte.

Jacquel mit mehreren Topchancen

Auch in der Folge war Jacquel so etwas wie der Alleinunterhalter im Angriff des FC Moutier. Der FCG hätte sich nicht beklagen können, wenn der Topskorer der Liga (24 Tore) bis zur Halbzeit drei oder vier weitere Treffer erzielt hätte. Doch Jacquel scheiterte Mal für Mal am eigenen Unvermögen oder an Livio Buchser im Gränicher Tor.

Wehrlis letztes Spiel für Gränichen

Auf der Gegenseite hatten die Gelbschwarzen kurz vor dem Gegentreffer die erste gute Möglichkeit als Marc Wehrli, der eine Fussballpause einlegen wird und das vorerst letzte Spiel für den FCG bestritt, nach einem Freistoss von Tobias Müller am gegnerischen Torwart scheiterte.

Auch im Anschluss an das 1:0 zeigte sich die Wüst-Truppe alles andere als geschockt und glich in der 25 Minute durch Dario Füchslin aus. Der Mittelfeldspieler wurde durch einen Querpass von Müller lanciert und markierte seinen zweiten Saisontreffer. Vor der Pause hatten die Gäste sogar zweimal den Führungstreffer auf dem Fuss. Doch Vojan Cvijanovic (31.) und erneut Wehrli (36.) setzten ihre Abschlüsse neben das Tor.

Genickbruch innert drei Minuten

Der zweite Durchgang gehörte dann klar dem FC Moutier. Der Viertplatzierte ging kurz nach Wiederanpfiff durch einen Weitschuss von Bastien Hulmann in Führung. Der definitive Genickbruch für Gränichen folgte zwischen der 69. und 71. Minute. Zuerst erzielten die Platzherren den dritten Treffer, mit einem etwas faden Beigeschmack, da Arshik Ahmetaj zuvor klar gefoult wurde und verletzt liegen blieb, der Schiedsrichter aber nicht pfiff und Moutier den Ball nicht ins Out spedierte. Und nur zwei Minuten später wurde Ahmetaj mit einer fragwürdigen gelbroten Ampelkarte vom Platz gestellt.

Cvijanovic im Spital

Nach diesem Schock ging bei den Gränichern nichts mehr und zehn Minuten vor Schluss verlor man sogar noch Topskorer Cvijanovic. Nach einem Ellbogenschlag von Saidou Kebe musste der Stürmer mit einer Platzwunde vom Platz und wurde direkt ins Spital gefahren. Kebe, der nur mit einer gelben Karte bestraft wurde, stand in der 88. Minute nochmals im Mittelpunkt, als er das 4:1 erzielte und die Partie endgültig entschied.

Trotz dieser Niederlage zum Schluss schaut der FC Gränichen auf eine gelungene Saison in der 2. Liga interregional zurück. Vor allem in der Vorrunde spielte die Mannschaft von Trainer Marco Wüst auf einem beachtlichen Niveau und schnupperte längere Zeit an der Tabellenspitze.

In der Rückrunde lief es nicht mehr wie gewünscht, trotzdem konnte die Mannschaft den Klassenerhalt schon früh realisieren und setzte mit Siegen gegen Bern und Langenthal nochmals grosse Ausrufezeichen. Der FC Gränichen verabschiedet sich nun in die verdiente Sommerpause. Der Trainingsbetrieb wird am 7. Juli 2014 wieder aufgenommen.