Curling
Kanadier gewinnen am Baden Masters, Schweizer scheiden im Halbfinal aus

An der 13. Ausgabe des Badener Curling-Turniers kann Skip Sven Michel und sein Adelbodner Team den Titelhattrick nicht realisieren. Im Halbfinalspiel unterliegen sie dem späteren Sieger Kanada deutlich.

Michel Sutter
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Der norwegische Skip Thomas Ulsrud (links) und der Skip Brad Gunshue aus Kanada (mitte) schauen gebannt auf den Stein. Sutter

Der norwegische Skip Thomas Ulsrud (links) und der Skip Brad Gunshue aus Kanada (mitte) schauen gebannt auf den Stein. Sutter

Gleich mit 1:8 unterlagen Sven Michel und seine Mitstreiter aus Adelboden im Halbfinal den Kanadiern um Skip Brad Gushue und waren somit aus dem Rennen um den Cup, den sie in den vergangenen beiden Jahren jeweils gewonnen hatten. Und auch im zweiten Halbfinal musste ein Schweizer Team untendurch: Die Zuger Curler um Skip Pascal Hess wurde von den Norwegern mit Skip Thomas Ulsrud mit 6:4 besiegt.

Somit fand der Final ohne Schweizer Beteiligung statt. Mit Kanada und Norwegen spielten zwei traditionelle Curlernationen um den diesjährigen Masterstitel, und entsprechend ausgeglichen war die Partie. Nachdem Kanada im ersten End ein Stein gutgeschrieben wurde, waren die nächsten beiden Durchgänge Nuller-Ends. Damit führten Gushue und seine Mitspieler bis zum vierten End mit 1:0. Dann konnten sich endlich auch die Norweger einen Stein gutschreiben lassen und glichen zum 1:1 aus.

Doch das Spiel blieb weiterhin eng und dadurch spannend. Am Ende des sechsten Ends lagen jeweils ein Stein der Kanadier und der Norweger im Haus. Die Nachmessung ergab, dass der kanadische Stein näher beim Zentrum lag als der norwegische.

Als die Kanadier auch im siebten End einen Stein gutgeschrieben bekamen, schien die Partie entschieden. Doch Norwegen drehte im achten Durchgang auf und liess sich gleich zwei Steine gutschreiben. So stand es nach Ends 3:3 unentschieden. Ein Zusatzend musste entscheiden. Diesmal hatte Kanada mit einem gutgeschriebenen Stein wieder die Nase vorn und gewann den Final denkbar knapp mit 4:3.

«Es war ein sehr enges Spiel, Thomas hätte die Partie ebenso gut gewinnen können», gab Brad Gushue nach der Partie zu. «Beide Mannschaften haben defensiv gespielt und waren vorsichtig.» Wollte er im Final kein Risiko eingehen? «Nein, es ist einfach so, dass wir grossen Respekt voreinander haben», meinte Gushue.

Das Baden Masters 2013 war für die Kanadier auch ein Gradmesser. «Wir haben diese Woche gut gespielt, das gibt uns Motivation für die anstehenden Qualifikationsspiele für Sotschi», meinte Gushue. «Aber wir haben noch ein paar technische Aspekte, die wir verbessern können.» Und was bedeutet ihm der Titel als Kanadier? Kennt man in seiner Heimat das Baden Masters überhaupt? «Nun, in der Curlingwelt ist das Baden Masters bekannt», sagte er. «Daher bedeutet mir der Titel sehr viel.»

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