Hauptdarsteller in diesem Drama: der FC Wohlen und der SC YF Juventus aus Zürich. Die besseren Karten haben nach dem vergangenen Wochenende die Zürcher. Während der FC Wohlen eine bittere Heimniederlage gegen die AC Bellinzona hinnehmen musste, schickte YF den FC Bavois gleich mit einem 5:0-Kantersieg nach Hause. Das Momentum ist also zu Gunsten der Zürcher gekippt, die nun mit 26 Punkten einen Zähler vor den Freiämtern klassiert sind.

Diese zeigten sich bitter enttäuscht ob der Niederlage gegen die eigentlich favorisierten Tessiner. Gleich mehrere Spieler sanken nach Abpfiff konsterniert zu Boden. Leichtfertig hatte man wichtige Punkte hergeschenkt, denn man zeigte sich über die vollen 90 Minuten ebenbürtig der ACB gegenüber.

Diese jedoch nutzten ihre wenigen Möglichkeiten im Stil einer Spitzenmannschaft und hatten dazu das nötige Glück, welches Mannschaften im Abstiegskampf häufig fehlt. So profitierte man in der ersten Hälfte von einer Fehlentscheidung des Schiedsrichtergespanns, das den Wohler Führungstreffer zu Unrecht aberkannte. Thomas Schiavano hatte angeblich im Abseits gestanden.

Fehlende Kaltschnäuzigkeit

Nun reist der FCW in die Westschweiz, wo man auf den nächsten dicken Brocken trifft. Es wartet das zweitplatzierte Yverdon. Allerdings, im Hinspiel zeigten die Wohler eine beherzte Leistung und erspielten sich verdientermassen ein 2:2-Unentschieden. Ähnliches sollte auch am Samstag gelingen, ansonsten könnte der Abstieg bereits dann bittere Realität werden. Sollte YF Juventus nämlich zeitgleich Stade Nyonnais schlagen, wäre der dann auf vier Punkte angewachsene Rückstand auf die Zürcher nicht mehr aufzuholen.

So weit sollte man im Freiamt nicht denken. Unter Thomas Jent hat man erst zwei Niederlagen hinnehmen müssen. Auch gegen Bellinzona stimmte die Leistung besonders in der ersten Hälfte. Abschlusspech und fehlende Kaltschnäuzigkeit verhinderten letztlich ein Erfolgserlebnis, das dem FC Wohlen in Yverdon gelingen wird. Vorausgesetzt, man zeigt eine ähnliche Leistung, wie gegen Bellinzona.