Challenge League

Kaltes, nasses Marbella: So lief Tag 1 im Trainingslager des FC Aarau

Verkehrte Welt in Marbella: Der FC Aarau kam an die spanische Costa del Sol, um dem Winter im Mittelland zu entfliehen – die erste Trainingseinheit in Spanien fand aber bei garstigen Bedingungen statt.

Was für Gegensätze: Während am Dienstagnachmittag noch die Mehrheit der zu dieser Zeit wenigen anwesenden Touristen in kurzen Hosen durch Marbella schlenderten, waren gestern dicke Jacken, Wintermützen und sogar Regenschirme angesagt – beziehungsweise unabdingbar.

Dementsprechend präsentierte sich das Bild, als der Mannschaftsbus des FC Aarau kurz vor 14 Uhr im Teamhotel einige Kilometer südwestlich des Zentrums eintraf. FCA-Präsident Alfred Schmid wagte sich als Erster in den bissigen Wind und beeilte sich, in die vor Wind und Kälte geschützte Hotellobby zu gelangen.

So hatte man die äusseren Bedingungen an der spanischen Costa del Sol nicht erwartet: Regen, eine kalte Brise vom Mittelmeer und Temperaturen im Bereich von gerade einmal fünf Grad Celsius. Das pure Gegenteil der sonnigen 20 Grad vom Vortag.

Training trotz garstigen Bedingungen

Aber Trainingslager ist Trainingslager. Folgerichtig liess sich der FCA-Tross nicht von den widrigen Bedingungen davon abhalten, nur wenige Stunden nach der Landung im rund 60 Kilometer entfernten Malaga die erste Trainingseinheit in Spanien zu absolvieren.

Bis auf Innenverteidiger Stéphane Besle, dem der vor allem kurz vor der Landung unruhige Flug so sehr zugesetzt hatte, dass er sich im Hotelzimmer davon erholen musste, waren alle angereisten Spieler mit dabei.

Miguel Peralta, der sich mitten im Aufbau nach seinem dritten Kreuzbandriss in Serie befindet, Sébastien Wüthrich, der weiterhin unter einer gereizten Achillessehne leidet, und Juan Pablo Garat, der seit dem Testspiel in Thun angeschlagen ist, absolvierten ein individuelles Programm.

Testspieler Rashid Empota stösst zum Team

Für Stirnrunzeln sorgten vor der Ankunft des FCA im Mannschaftshotel die aufgelegten Zimmerschlüssel für jeden einzelnen Spieler. Da waren zwei Namen dabei, die im Umfeld des Challenge-League-Klubs kaum jemandem bekannt gewesen sein dürften. Rashid Empota und Nathan Campos Ferreira.

Bei Ersterem handelt es sich um einen 18-jährigen Australier mit afrikanischen Wurzeln. Der defensive Mittelfeldspieler wurde noch am späten Abend im Aarauer Mannschaftshotel erwartet. Der zweite Name dürfte rund um den FCA künftig wohl kaum mehr eine Rolle spielen: Der Brasilianer meldete sich gemäss Sportchef Raimondo Ponte wieder ab. Offenbar hat er eine Station ausfindig gemacht – vielleicht an einem wärmeren Ort.

In Marbella indes dürfte die wettertechnische Talsohle gestern erreicht worden sein. Ab heute soll es gemäss Wetterbericht in Sachen Temperaturen und Sonnenschein bergauf gehen.

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