Fussball
Julian im Wunderland: FCA-Fan trifft sein grosses Idol Davide Callà

Ein Fototermin mit Davide Callà lässt das Herz von FC-Aarau-Fan Julian Hitz aus Möriken höher schlagen. Vor rund vier Wochen erhielt er von FCB-Präsident Bernhard Heusler das Leibchen seines Lieblingspielers Callà.

Ruedi Kuhn
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Kleiner Mann ganz gross: Für Julian Hitz wird die Begegnung mit Davide Callà zu einem unvergesslichen Moment.

Kleiner Mann ganz gross: Für Julian Hitz wird die Begegnung mit Davide Callà zu einem unvergesslichen Moment.

Emanuel Freudiger

Die Schule ist aus. Der Spass beginnt. Der wichtigste Termin für Julian Hitz steht nämlich noch bevor.

Von Möriken geht es in Richtung Aarau ins Stadion Brügglifeld. Der Siebenjährige sitzt neben seinem Vater Tobias auf der Tribüne.

Exakt dort, wo er in jedem Heimspiel sitzt und den FC Aarau anfeuert. Es ist Zeit für den Fototermin mit Davide Callà.

Der FCA-Flügelstürmer und der F-Junior des FC Niederlenz begrüssen sich und sprechen über das bevorstehende Heimspiel gegen die Zürcher Grasshoppers am Sonntag.

Julian tippt enthusiastisch aufgeregt auf einen 10:0-Sieg des FC Aarau.

Ein Stängeli gegen GC? Tatsächlich? Julian überlegt sich die Prognose nochmals, relativiert das Ganze und sagt: «Na ja, mit einem 3:1 wäre ich auch zufrieden.»

Julian ist nervös und glücklich zugleich. «Dass in der Zeitung ein Foto von mir und einem meiner Lieblingsspieler erscheint, macht mich stolz. Callà ist der Beste.»

Den Topskorer der Aarauer freut das Kompliment seines Bewunderers sichtlich. Und wie heissen Julians andere Lieblingspieler? «Ganz schön cool sind auch Sandro Burki und Joël Mall», fügt der junge Mann hinzu.

«Von Callà und Burki habe ich schon ein Trikot. Nun fehlt mit nur noch das Leibchen von Mall.»

Julian spielt selbst Fussball. Und zwar bei den F-Junioren des FC Niederlenz. «Ich bin weder Verteidiger noch Stürmer und spiele auf allen Positionen.»

Er möchte später einmal Profi werden. «Am liebsten beim FC Aarau.» Wenn das keine erfreulichen Perspektiven für den Super-League-Aufsteiger sind.

Das Mitgefühl von Bernhard Heusler

Dass sich Julian Hitz und Callà im Brügglifeld treffen, ist kein Zufall.

Erinnern Sie sich an den Samstag, 2. November? An das Heimspiel des FC Aarau gegen den FC Basel? An den Ausgleichstreffer von Marco Streller zum 1:1 in der 93. Minute?

Für Julian brach nach diesem Tor für die Basler eine Welt zusammen. Der Bub hatte sich schon so über den 1:0-Sieg des FC Aarau gefreut – und dann das: Julian weinte.

Tränen kullerten über sein Gesicht. Trost fand der Bub ausgerechnet bei Bernhard Heusler. Der Präsident des FC Basel hatte Mitleid mit dem kleinen FCA-Fan.

Heusler ging zu Julian, legte ihm den Arm um die Schultern und fragte ihn, von welchem Aarauer Spieler er sich ein Trikot wünsche.

Julian schluchzte und sagte: «Von Callà.»

Heusler zögerte keine Sekunde, ging zu Callà und bat den Flügelstürmer um das Leibchen mit der Nummer 33. Callà gab es ihm.

Kurze Zeit später war für Julian die Welt wieder in Ordnung.

Und mit den Unterschriften auf dem Trikot und auf der Autogrammkarte erfüllte der Goalgetter Julian gleich nochmals zwei Herzenswünsche.

Marco Streller hin, Marco Streller her; Julian Hitz ist seit dem Treffen mit Davide Callà der wohl glücklichste Anhänger des FC Aarau.