Eishockey
Julia Marty: «Es war schön, uns selbst zu überraschen»

Eishockey-Spielerin Julia Marty aus Nussbaumen feiert mit der Schweiz den überraschenden Gewinn der WM-Bronzemedaille in den USA. Neben der 24-Jährigen gehörte auch Zwillingsschwester Stefanie zum Team.

Rahpael Biermayr
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Julia Marty (links) hat fünf Torean der WM erzielt.

Julia Marty (links) hat fünf Torean der WM erzielt.

Keystone

Julia Marty, mit sieben Skorerpunkten liegen Sie bei den WM-Verteidigerinnen an zweiter Stelle. Macht Sie das stolz?

Julia Marty: Es ist schön, dem Team so helfen zu können. Wegen Rücktritten und Absenzen hatten wir eine eher junge Verteidigung, als Erfahrene erhielt ich etwas mehr Eiszeit als sonst. Aber im Endeffekt spielt es keine Rolle, wer die Tore schiesst.

Sie rücken dadurch in den Fokus von Scouts, sodass Sie dereinst wieder in den USA spielen könnten.

Ich habe gerade mein Master-Studium (Bewegungswissenschaften und Sport, Anm. d. Red.) an der ETH begonnen, daher wäre eine Rückkehr frühestens in etwa zwei Jahren ein Thema.

Sie spielen also weiter für Reinachs Frauen und die Aarauer Junioren?

Das ist mein Ziel. Bei den Männern ist die Herausforderung eine andere als bei den Frauen. Nach den Jahren in Amerika ist diese Möglichkeit zur Abwechslung wichtig für mich.

Ab welchem Moment im WM-Turnier glaubten Sie, dass ein Medaillengewinn möglich ist?

Nach dem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Schweden, gegen das wir noch nie nach 60 Minuten gewinnen konnten. Wir funktionierten da als Team hervorragend.

Bewirkt dieser Erfolg etwas im Schweizer Fraueneishockey?

Ich hoffe es. Wir haben letztes Jahr an der Heim-WM bereits gute Werbung gemacht. Mit mehr Unterstützung von verschiedener Seite ist ein Aufschwung möglich.

Die Männer sind weit weg von einer WM-Medaille. Verspüren Sie darob eine Art Befriedigung?

Nein – es war einfach schön, uns als Team damit selbst zu überraschen.

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