Handball

Josef Zuber: Ein grosser Mann mit grossen Träumen

Ein Überflieger? Seppi Zuber setzt voll aufs Handballspielen und investiert dafür viel Zeit und Energie.awa

Ein Überflieger? Seppi Zuber setzt voll aufs Handballspielen und investiert dafür viel Zeit und Energie.awa

Mit Trainingsausrüstung und Sportklamotten gekleidet wartet ein junger Mann mit dunklem Haar bereits am vereinbarten Treffpunkt. Er ist erst 17 Jahre alt, doch seine Grösse und seine muskulöse Statur sprechen bereits für sich.

Seppi, der eigentlich Josef Zuber heisst, ist Sportler durch und durch.

Leidenschaft im Kindergarten entdeckt

Der Hüne aus Wohlen entdeckte seine Leidenschaft fürs Handballspielen bereits als kleiner Junge, genauer gesagt im Kindergarten: «Ich war äusserst aktiv, brauchte ein Ventil, um meine Energie loszuwerden», erklärt er, «also begann ich mit dem Mini-Handball in Wohlen.» Der Ort, wo seine Karriere ihren Lauf nahm, wo Zuber die Kunst des Handballspiels erlernte. «Ich hatte eine Top-Ausbildung in Wohlen. Dort wurde mir alles beigebracht, was ich für den Sport wissen muss. Doch als ich alle Stufen bis zur U15-Regional-Auswahl durchhatte, fühlte ich mich körperlich unterfordert.»

Eine neue Herausforderung wartete auf ihn, der Wechsel zum HSC Suhr Aarau war nur eine Frage der Zeit. Seit nun drei Jahren geniesst er dort eine solide und vielversprechende Juniorenausbildung.

Zurzeit spielt Zuber im erfolgreichen U19-Elite-Team des HSC Suhr Aarau, trainiert aber auch vereinsintern mit der NLA-Mannschaft. «Das NLA-Training ist körperlich gesehen intensiver, dennoch eine gute Vorbereitung für das Mitspielen im Erwachsenenhandball. Ausserdem habe ich eine Doppellizenz mit dem TV Zofingen und trainiere dort mit dem NLB-Team», erklärt der Schüler.

Anspruchsvoll, aber durchaus machbar: «Am Anfang habe ich oft gelitten und bin an meine Grenzen gestossen. Aber ich konnte und kann jederzeit auf die Unterstützung – finanziell, logistisch und auch moralisch – meiner Familie zählen.» Ohne diese und die Flexibilität des Vereins und der Schule wäre die angestrebte Sportkarriere unvorstellbar. Denn der Wohler spielt auch in der Schweizer U19-Nationalmannschaft und trainiert nicht nur neun- bis zehnmal pro Woche, er geht auch noch zur Schule, besucht die zweite Stufe der Sportklasse an der Alten Kantonsschule in Aarau.

Freude und Faszination als Motivation

«Die Freude und die Faszination an diesem schnellen und attraktiven Sport» nennt Zuber als seine Motivation. Damit Geld zu verdienen, steht für ihn aber noch nicht im Vordergrund. Auf die Frage, welche Ziele denn das Talent fixiert, folgt eine Gegenfrage mit einem Schmunzeln im Gesicht: «Welche Ziele soll ich nennen, die realistischen oder mein Traumziel?» Für den 17-Jährigen ist eine führende Rolle in einem NLA-Spitzenteam ein Ziel, das in den nächsten paar Jahren verwirklicht werden soll. Machbar wäre das auf jeden Fall.

Und auch um sein genanntes Traumziel zu realisieren, dürfte Zuber auf dem besten Weg sein: «Es wäre unglaublich für mich, eines Tages in der deutschen Bundesliga zu spielen.» Also werden wir wohl in einigen Jahren sehen, was die Handball-Nation Deutschland für den Linkshänder, der allerdings seine rechte als Schusshand im Sport gebraucht, zu bieten haben wird.

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