In der schwierigen Gruppe A zeigte Titelverteidiger und Favorit Havana Shots keine Schwierigkeiten und führte die Gruppe souverän an, während die Verfolgerinnen Mobulu Futsal Uni Bern und FC Frauenfeld im direkten Duell um den zweiten Halbfinaleinzug spielten. Dieses entscheidende Spiel endete Unentschieden zugunsten der Bernerinnen, da sie zwei Punkte Vorsprung hatten. Somit sicherten die Bernerinnen den 2. Platz hinter Havana Shots.

Etwas dramatischer lief es in der Gruppe B ab. Die Sachlage vor dem allerletzten Gruppenspiel der Gruppe B sah wie folgt aus: Das sonst souveräne Team Futsal Club Luzern verlor überraschend das vorherige Gruppenspiel gegen den FC Eschenbach SG. Die Halbfinalteilnahme der Luzernerinnen war hiermit plötzlich in Gefahr und die St.Gallerinnen hingehen witterten Chancen.

Im letzten Gruppenspiel B mussten nun die St.Gallerinnen gegen Winti Panthers ran. Dieses Spiel verlief äusserst ausgeglichen bis Winti Panthers kurz vor Schluss noch das letzte entscheidende Siegestor traf. Futsal Club Luzern stand somit im Halbfinale, hinter dem spielstarken BSC Jona, welche die Gruppe A souverän führte.

Die drei Neulinge Futsal Olympique Basel, FC Eschenbach und FC Frauenfeld zeigten bei ihrer ersten Teilnahme am Futsal Masters und gleich am Finalturnier NLA einen beherzten Einsatz. Etwas weniger rund lief es für den erfahrenen FC Blue Stars Zürich, welche in den vergangenen Jahren immer zu den Mitfavoriten zählten.   

Bevor die Halbfinalspiele und die Rangierungsspiele folgten, stand das traditionelle VIP-Spiel auf dem Programm. Es spielten eine Auswahl der besten Spielerinnen des Turniers gegen die Sponsoren und Promis. Das Dreamteam (pro Teilnehmermannschaft eine Spielerin) unter der Leitung von Coach Sämi Drakopulos, ehemaliger, langjähriger GC-Spieler, wurde lautstark von den Zuschauerinnen angefeuert.

Ausgeglichener VIP-Match

Das Promiteam bestand aus drei erfahrenen Futsalspielern: Mobulu Futsal (Uni Bern), Fabian Florin, Elia Wälty, Mirko Wilhelm, der jungen Spielerin Moriel Pfister (FC Aarau U16), dem ehemaligen Schweizer Handball-Nationalspieler Iwan Ursic, Comedian Peter Löhmann, der Ressortchefin Frauenfussball beim Schweizerischen Sportverband Franziska Schild sowie unserem Botschafter von Futsal Masters, der Schweizer Beachsoccer-Legende Stephan Meier und unserem Hauptsponsor (Brunner Strub + Partner AG) Marcel Strub.

Sie wurden auf die harte Probe gestellt, weil das Dreamteam ein überraschend schönes Zusammenspiel zeigte und unbedingt ein Tor schiessen wollte. Die Promis jedoch wollten es auch wissen und gaben Vollgas. Bis kurz vor Schluss stand es 1:1. Erst in den letzten Minuten erzielte das Promiteam den Siegestreffer (ausgeführt von Stephan Meier) und gewann somit das legendäre VIP-Spiel.

Es ging gleich spannend weiter: Im ersten Halbfinal trafen Futsal Club Luzern und Titelverteidiger Havana Shots aufeinander – Havana Shots im grossen Tempo und viel Pressing, bis die Luzernerinnen eine Lücke fanden und das erste Tor gegen die Aargauerinnen trafen. Nach dem zweiten Konter von den Luzernerinnen schafften sie es glücklich ins Final. Im zweiten Halbfinal behielt BSC Jona ihre Souveränität und bezwang Mobulu Futsal Uni Bern verdient. Im kleinen Final sind es aber die Bernerinnen, die den Sieg gegen Havana Shots holten.

Das Finalspiel zwischen Futsal Club Luzern und BSC Jona war aufregend. Beide Teams spielten äusserst fair und zeigten je ein eingespieltes Zusammenspiel. In der ersten Minute erzielte Futsal Club Luzern bereits ein Tor und konnten mal durchatmen.

Kurz danach jedoch gelang BSC Jona der Ausgleichstreffer. Während rund 15 Minuten war der Ballbesitz ausgeglichen und es wurden schöne Pässe gespielt. Beide Teams versuchten einen Treffer zu erzielen, scheiterten aber mehrmals an den beiden starken Torhüterinnen.

Erst 90 Sekunden vor dem Schlusspfiff erzeilte Jona bei einem schnellen Konterangriff durch einen Doppelpass den schönen Siegestreffer. Verdient stemmen sie den Siegespokal in die Höhe!

Wir freuen uns bereits auf den nächsten Sonntag, 12. Februar 2017. Dann findet das Final vom neuen Projekt, der Futsal Mastes League, statt: Futsal Club Luzern und Mobulu Uni Futsal Bern spielen um den ersten Titel in der League.

Endlich geschafft: Uni Futsal Team Bulle gewinnt einen Titel von Futsal Masters

Siegerteam Uni Futsal Team Bulle, NLB.

Siegerteam Uni Futsal Team Bulle, NLB.

Die lange Durststrecke von Uni Futsal Team hat endlich ein Ende: Das erstgegründete Frauenfutsalteam der Schweiz und die treuste Teilnehmerin seit dem allerersten Futsal Masters Turnier (Jahr 2012) holt den Meisterschaftstitel NLB. 

Doch beginnen wir von vorne: 12 Teams spielten in 2 Gruppen (A & B) um die ersten und die zweiten Plätze für den Halbfinaleinzug. In der Gruppe A gebührte dem FC Wil 1900 den Titel des Überraschungsteams. Im Qualifikationsspiel waren sie eigentlich bereits ausgeschieden, jedoch rückten sie aufgrund einer Absage eines Teams noch nachträglich ein. Sie führten überraschend die Gruppe A mit 12 Punkten an, vor dem favorisierten und ballkünstlerischen Team SC Derendingen Tigers.

Die erfolgreiche Siegesserie wurde dann im Penalty im Halbfinal vom Meister Uni Futsal Team Bulle aus der Gruppe B knapp gestoppt, holten aber noch den glücklichen 3. Platz. Dem Team Jester 04 Baden fehlte lediglich einen Punkt für den Halbfinaleinzug, gewannen dafür den Fairplay-Preis. 

Die in der Gruppenphase 3.- bis 5. platzierten Teams SC Derendingen U19 und FC Aarau U19 aus der Gruppe A gewannen jeweils die Duelle um die Rangierungsplätze gegen Futsal Club Lion und FC Villmergen aus der Gruppe B, während FC Turgi aus der Gruppe B sich gegen Niederamt Selection 1 aus der Gruppe A durchsetzte. 

Das ganz neu gegründete Team FC Winterthur Frauen, welches erst im Jahr 2016/17 in den Frauenfussball eingestiegen ist,  führte dank genauem Spiel überzeugend die Rangliste in der Gruppe B mit 13 Punkten an. Sie mussten sich jedoch im Halbfinal gegen die erfahrenen SC Derendingen Tigers mit 0:4 geschlagen geben und verloren auch das Spiel um den 3. Platz knapp gegen FC Wil 1900. 

Somit trafen zwei spielstarke Teams, Uni Futsal Team Bulle und SC Derendingen Tigers aufeinander – auf der einen Seite die defensiv starken Fribourgerinnen  und auf der anderen Seite die offensiv starken Solothurnerinnen.

Das führte zu einem nervenauftreibenden Finalspiel, welches 0:0 endete. Somit folgte erneut ein Penalty-Schiessen, indem Uni Futsal Team Bulle die Nerven besser behielt: Sie trafen zweimal souverän während SC Derendingen Tigers verschoss. Uni Futsal Team Bulle holt hiermit den verdienten Titel Futsal Masters Schweizermeister NLB.