«Es ist genial, dass ich die Limite bereits so früh in der Saison unterbieten konnte. Meine Trainer und ich haben das Training in diesem Winter leicht angepasst um bereits zu Beginn der Saison parat zu sein. Vor allem mit dem Einstieg ins Krafttraining konnte ich die Explosivität beim Start und das anschliessende Beschleunigen deutlich verbessern», resümierte Schüpbach ein paar Tage nach dem Rennen. Die Qualifikation für die Nachwuchs-Europameisterschaften sei zwar schon seit letztem Sommer ein Ziel gewesen, dass aber der Plan bis zuletzt perfekt aufging, damit habe er nicht gerechnet.

Schüpbachs Karriereverlauf zeigt sich bislang wie eine wunderbar steigende Kurve. Noch bis vor zwei Jahren war der Nachwuchsathlet vom Satus Oberentfelden zwar im Training, verschrieben hatte er sich der Leichtathletik aber längst nicht. Mit dem Umfeld beim Satus und den ersten Erfolgen änderte sich das aber schnellstens. Ein zweiter Rang beim «Schnellsten Aargauer» sieht Schüpbach selbst als Initialzündung seiner bisherigen Karriere. «Damals setzte ich mir ein ambitioniertes Ziel. Der Start an einer Aktiv-EM habe ich mir vorgenommen und dieses Ziel steht bis heute unverändert.»

Es scheint, als könnte Schüpbach nicht bis zu seiner Aktivzeit warten, denn mit dem Unterbieten der Limite für Tbilisi hat er bereits im Nachwuchsalter die Chance internationales Meisterschafts-Ambiente zu geniessen. Der Start in Georgien ist aber noch nicht in trockenen Tüchern. «Es gibt noch mindestens vier Athleten in der Schweiz, welchen ich zutraue, dass sie die Limite ebenfalls knacken können.» Deshalb wird Joel Schüpbach auch an seinem Saison- und Wettkampfplan festhalten, um seine Bestzeit weiter senken zu können. Sein Vorteil dabei ist jedoch: Seine Mitstreiter müssen, er darf.