Die siegesgewohnten, offensiv starken Visper gingen mit viel Selbstvertrauen in die Partie und führten früh mit 3:1 dank einer effizienten Chancenauswertung. Die Aarauer ihrerseits spielten engagiert mit, verwerteten aber die eigenen Möglichkeiten lange Zeit nur ungenügend und wurden für kleine Eigenfehler gnadenlos bestraft.

Erst kurz vor der Pause sorgten Lukas Romer und Nici Senn mit einem Doppelschlag für den Ausgleich. Diese Erfolgserlebnisse brachten die Adler offenbar auf den Geschmack. Nach der Pause wirbelten sie kreativ und aggressiv, setzten den Gegner überall auf dem Feld unter Druck mit einem cleveren Pressing und nützen die herausgespielten Chancen ab der 26. Minute endlich aus.

Marc Maurer, der nach einer schweren Verletzung erst wenige Wochen wieder den Trainingsbetrieb aufgenommen hat, setzte zusammen mit Nici Senn gar zu einer Galavorstellung an. Technisch versiert und im Abschluss beeindruckend sicher, wirbelten sie zusammen mit Oliver Berner die Walliser Hintermannschaft immer wieder durcheinander.

Visp versuchte es selber mit einem aufsässigen Forechecking, gegen das die Aarauer Verteidiger und Center erstaunlich rasch ein Mittel fanden, indem sie nach Ballgewinn in der eigenen Zone blitzschnell den Offensivgang einschalteten. Dominic Studer, der Mann für die ganz wichtigen Tore, sorgte gleich nach der Pause mit seinem dritten Tor an diesem Abend für die Vorentscheidung.

In der Folge kamen auch die Visper vermehrt wieder zu Chancen. Der grandiosen Stimmung in der Schachenhalle tat dies keinen Abbruch mehr. Das junge Aarauer Team schaffte mit den lautstarken Fans im Rücken sogar das Stängeli und siegte gegen eine Visper Mannschaft, die an diesem Abend etwas unter ihrem Wert geschlagen wurde, am Schluss mit 10:5.

Nebst den Offensivkräften zeichneten sich an diesem Abend auch die unermüdlich kämpfenden Recken in der Verteidigung aus: Julian Hofmann mit einem starken Zweikampfverhalten, Ramon Basler mit schnellen Läufern über die Seiten, Thomas Meer mit aufsässigem Körperspiel und Stefan Wassmer mit einem immensem Laufpensum.

Und im Schlussdrittel fügten sich auch die 3. Linie und sämtliche Auswechselspieler mit vorbildlichem Einsatz nahtlos in die Mannschaft ein. Dass Luz Mäder im Aarauer Tor einmal mehr weit über 3. Liga-Niveau spielte, ging an diesem Abend schon fast vergessen.

Damit hat sich die Mannschaft selber beschenkt und einen verdienten Lohn nach einer harten Vorbereitungsphase in den letzten dreieinhalb Monaten eingefahren. Gegen Alligator Malans spielen zu dürfen, wird für die Spieler ein tolles Erlebnis sein. Einige der weltbesten Spieler in der Schachenhalle begrüssen zu dürfen, ist für die gesamte Aarauer Unihockeyfamilie Lohn für grossartige Vereinsarbeit.

Team Aarau - Visper Lions 10:5 (3:3 4:0 3:2)

Schachenhalle Aarau; SR Jung/Bunschoten. Tore: 1. Kalbermatten (Imthurn) 0:1; 8. Zurbriggen (Studer) 0:2; 9. Studer (Romer Lukas) 1:2; 10. Gruber Jonas (Wasmer) 1:3; 19. Romer Lukas (Maurer Marc) 2:3; 20. Senn 3:3; 26. Studer (Romer Lukas) 4:3; 28. Maurer (Senn) 5:3; 33. Senn (Berner) 6:3; 35. Maurer (Senn) 7:3; 43. Studer 8:3; 44. Senn (Studer; Ausschluss Imthurn) 9:3; 49. Gruber Raphael (Wasmer; Ausschluss Struja) 9:4; 51. Maurer (Senn) 10:4; 53. Studer (Anthamatten) 10:5. - Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Team Aarau, 4-mal 2 Minuten gegen Visper Lions.

Team Aarau: Mäder; Hofmann, Meer; Wassmer, Basler; Studer, Romer Lukas, Romer Mathias; Maurer Andres (ab. 20. Maurer Marc), Stoltenberg, Berner; Knaus, Lacerda, Van der Meijden, Keller Cirill, Struja, Senn, Kohler, Widmer.