Ist der Abstieg des FC Wohlen nicht schon seit Anfang Januar klar? Ja - aber: Bislang war es nur die verbale Ankündigung der aktuellen Führungsriege um Lucien Tschachtli und René Meier, auf die Lizenzeingabe zu verzichten. Theoretisch hätte eine Drittperson Tschachtli und Co. die FC Wohlen AG abkaufen und seinerseits die Lizenz für die nächste Challenge League einreichen können.

Diese theoretische Möglichkeit, dass Wohlen doch in der Liga bleibt, hat bei einigen Klubs für Verunsicherung gesorgt - vor allem in der Transferphase. So war man sich etwa beim FC Winterthur, das nur drei Punkte vor den letztklassierten Freiämtern liegt, unsicher, ob man Geld für die Verbesserung des Spielerkaders in die Hände nehmen soll oder nicht. Denn: Eine Garantie der Swiss Football League, dass der Absteiger feststeht, gab es bislang nicht.

Die Mini-Chance auf eine Fussballsensation im Freiamt ist nun erloschen. Am vergangenen Freitag ist für die 20 Klubs der Super und Challenge League die Frist für die Einreichung der Lizenzunterlagen abgelaufen. Der FC Wohlen verzichtete wie erwartet als einziger Verein. Ob Wohlen in der Promotion League oder im Aaegauer Regionalfussball weitermacht, wird derzeit abgeklärt.

Dafür haben vier Klubs aus der Promotion League ihr Interesse an einem Aufstieg in die Challenge League angekündigt. Einer aus diesem Quartett ersetzt nächste Saison den FC Wohlen: Es sind dies der aktuelle Tabellenführer SC Kriens, Stade Nyonnais (2.), Yverdon-Sport (3.) und der SC Brühl (5.). Das viertplatzierte Breitenrain aus Bern verzichtet auf einen möglichen Aufstieg.