Nach der langen Rehabilitationszeit nach seinem schweren Arbeitsunfall konnte der junge Aargauer vor vier Wochen mit seinem Aufbautraining beginnen und vor zwei Wochen sass
er in Albacete das erste Mal wieder auf seiner Moto 3 Rennmaschine. Im Wissen, dass er körperlich noch nicht hundertprozentig fit ist, wagte es Kausch in Valencia dennoch direkt an den
Start zu gehen, ganz nach dem Motto «Rennen ist das beste Training». 

Im Team war allen klar, dass es nicht einfach werden würde, trotzdem erreichte der Schweizer im 21 Fahrer starken Feld den 16. Startplatz, nur gerade zwei Sekunden hinter der Pole Position. In Rennen 1 wurde eine starke Fahrt bis auf Position 12 durch einen Motorschaden beendet. Nachdem über Nacht der Reserve-Motor eingebaut wurde, startete die wilde Meute am Sonntag zum zweiten Rennen.

Jarno Kausch kämpfte in einer fünf Fahrer starken Gruppe bis zum Schluss um Rang 12, belegte dann aber schlussendlich Rang 16. «Ich konnte mit letztem Einsatz an der Gruppe dranbleiben, aber ich hatte am Ende solche Muskelschmerzen, dass ich unmöglich schneller hätte fahren können. Ich bin trotzdem ganz zufrieden und weiss, woran ich bis zum nächsten Rennen arbeiten muss. Die Fitness sollte bis dahin kein Problem mehr sein, ich muss nur noch lockerer werden, damit ich das Motorrad weniger verkrampft halte, dann werden die Fahrwerksprobleme sicher auch weniger.»