Leichtathletik
Jan Hochstrasser nutzt seine Möglichkeit bei der Jungfrau-Meile

Der Post-Cup startete bei der Jungfrau-Meile in Interlaken in seine zehnte Saison. Als beste Schweizer und damit Gewinner der Post-Cup-Wertung profilierte sich bei den Männern der Safenwiler Jan Hochstrasser.

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Jan Hochstrasser an der Leichtathletik-EM in Zürich.

Jan Hochstrasser an der Leichtathletik-EM in Zürich.

KEYSTONE

Die Jungfrau-Meile war nicht nur das spannende Rennen über die 1609 m, sondern auch ein Verfolgungsrennen der Männer zu den 30 Sekunden vor ihnen gestarteten Frauen – und dieses entschieden die schnellsten Männer klar zu ihren Gunsten. Ebenfalls vor der ersten Frau liefen zwei Schweizer ein: Hochstrasser und Thomas Huwiler. Und vor allem der BTV-Aarau-Mittelstreckler Hochstrasser zeigte sich sehr zufrieden: «Der Sieg im Post-Cup war das Ziel und den realisierte ich.»

Hochstrasser gewann die Wertung, welche sich auf die besten Schweizer konzentriert. Darauf hatte sich der 1500-m-Spezialist konzentriert, der Mitte August als einziger Schweizer über 1500 m an der EM in Zürich lief. Die Jungfrau-Meile war das Post-Cup-Rennen, das auf seine Fähigkeiten zugeschnitten ist. Makulatur allerdings wurde sein Rennplan. Nicht zuletzt weil andere Schweizer wie Tadesse Abraham oder Thomas Huwiler mit der Spitze mitzogen, konnte er nicht auf Abwarten laufen.

Hochstrasser von sich selber überrascht

«Dranbleiben», sagte sich Hochstrasser auf der zweiten Streckenhälfte immer wieder. Die Favoriten Homiyu Tesfaye (De) und Vorjahressieger Mugur Ereng (Ken) liess er etwas ziehen, nicht aber Abraham. Und auf den letzten 400 m vermochte der Aargauer seine Tempofestigkeit unter Beweis zu stellen. Fast noch wäre er zu Ereng aufgelaufen. Seine nationalen Widersacher hielt er sicher in Schach.

«Ein wenig bin ich schon überrascht», sagte Hochstrasser, fühlte er sich doch nach den EM von Mitte August «ohne Biss und gesundheitlich angeschlagen». (NCH)