Fussball
«Jammern nützt aber nichts – Wir müssen nach vorne schauen.»

Das 0:2 in Locarno ist für den FC Wohlen eine bittere Pille. Mittelfeldspieler Joël Geissmann erklärt, was der abstiegsgefährdete Challenge Ligist gegen Biel besser machen wird.

Ruedi Kuhn
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Joël Geissmann (r.) kämpft mit dem FCW um den Ligaerhalt. Boss

Joël Geissmann (r.) kämpft mit dem FCW um den Ligaerhalt. Boss

Christian Boss

Joël Geissmann, beim 0:2 in Locarno spielte der FC Wohlen wie ein Absteiger. Einverstanden?

Joël Geissmann: Das würde ich nicht so hart formulieren. Wir erwischten gegen Locarno aber sicherlich nicht den besten Tag.

Trainer Ciriaco Sforza war sichtlich verärgert und sprach nach dem Schlusspfiff von fehlendem Biss und mangelnder Aggressivität. Sehen Sie das auch so?

Wir gingen tatsächlich zu wenig aggressiv ins Spiel. Locarno war bissiger und wollte unbedingt gewinnen. Jammern nützt aber nichts. Wir müssen nach vorne schauen.

Was muss sich gegen Biel ändern?

Der FC Wohlen muss selbstbewusst und als Einheit auftreten. Vor eigenem Publikum sind wir stark. Das Ziel gegen Biel ist klar: Drei Punkte.

Warum steigt der FC Wohlen nicht ab?

Weil wir über die nötige Qualität verfügen. Und weil wir das Schicksal in den eigenen Händen haben.

David Sesa hat in 20 Spielen 10 Punkte geholt, Sforza in 8 Spielen 11 Punkte: Was macht Sforza besser?

Mir fällt auf, dass Sforzas Trainingseinheiten kürzer und intensiver sind als die von Sesa. Sforza ist ein extrem guter Motivator. Er war als Spieler ein Star. Seine Erfahrung ist für junge Spieler wie mich natürlich Gold wert. Ciri spricht sehr viel mit den Spielern. Auch mit mir. Er gibt mir wertvolle Tipps.

Sie spielten in der Vorrunde beim 1.-Ligisten FC Baden. Wie gross ist die Umstellung zum FC Wohlen?

Rhythmus, Tempo und Intensität sind in der Challenge League viel höher. Auch der Druck ist grösser als in der 1. Liga.

Sind Sie Profi?

Nein, ich gehe in die Kantonsschule und mache im Sommer die Matura. Im Moment zählt für mich einzig und allein der Ligaerhalt mit dem FC Wohlen.

Ihr Vertrag beim FC Aarau dauert noch bis Juni 2014: Wo spielen Sie in der nächsten Saison?

Das ist noch offen.

Sie sind erst 21 Jahre alt: Was ist Ihr Karriereziel?

Noch einmal: Mein Ziel ist der Ligaerhalt mit dem FC Wohlen. Ich habe gelernt, im Fussball nicht langfristig zu planen.

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