Regionalfussball

«Instagram ist eine optimale Plattform»: Social Media wird für Amateurvereine immer wichtiger

Spektakuläre Bilder (wie hier bei der 2. Liga AFV Kickoff-Partie zwischen dem FC Suhr und dem FC Gränichen) können auf Instagram zu mehr Followers führen.

Spektakuläre Bilder (wie hier bei der 2. Liga AFV Kickoff-Partie zwischen dem FC Suhr und dem FC Gränichen) können auf Instagram zu mehr Followers führen.

Die sozialen Medien sind nicht nur ein wichtiger Bestandteil vieler Junioren, sondern werden auch für Amateurvereine im Aargau immer wichtiger. Dabei geniesst Instagram einen stark ansteigenden Stellenwert. Potenzial ist allerdings reichlich vorhanden.

Ob jonglieren mit Toilettenpapier, Highlights aus vergangenen Tagen oder ästhetische Bilder vom schönen Fussballplatz: Aargauer Fussballvereine werden immer aktiver in den Sozialen Medien. Auf Plattformen wie Facebook oder Instagram können sich die Klubs eine eigene Reichweite aufbauen, die sich im Vergleich zu einer klassischen Webseite einfacher vergrössern lässt. 

Davon profitieren Vereine in vielerlei Hinsicht: Aktive und vor allem auch attraktive Kanäle können Interesse bei Sponsoren wecken sowie neue Spieler, Funktionäre, Fans anziehen. Aber auch für das interne Vereinsleben sind Social-Media-Aktivitäten eine Bereicherung. 

Dies hat auch Jonathan Frey vom Drittligisten FC Buchs erkannt. Frey, der selber noch als Spieler im Fanionteam aktiv ist, gründete im vergangenen Mai einen Instagram-Account für seinen Verein: «Es ist kein Geheimnis, eine Homepage oder auch eine Facebook-Seite sind bei der jüngeren Generation nicht mehr angesagt. Deshalb wollte ich diesen Kanal aufbauen. Wir sind eine junge Mannschaft und haben einen guten Teamspirit. Auf dieser Plattform können wir dies nach aussen tragen und damit nicht nur neue Spieler ansprechen, sondern auf den Sponsoren etwas zurückgeben.»

Neben dem Werbeeffekt, hat Frey aber auch einfach Spass beim Posting: «Wenn wir ehrlich sind, ist es für uns als Spieler auch eine tolle Möglichkeit, um spannende Einblicke in unser Leben als Amateurfussballer zu geben. Da ist dann auch die Hemmschwelle viel kleiner, wie wenn man solche Sachen auf einem privaten Kanal posten würde. Wir sind ja schliesslich alle keine Profis», sagt Frey schmunzelnd. 

«Hatten auch schon Anfragen via Social Media»

Bereits etwas mehr Erfahrung bei der Betreuung von Social-Media-Kanälen für einen Amateurklub konnte Cristian Iglesias sammeln. Der Trainer des FC Fislisbach aus der 2.Liga AFV sorgt dafür, dass der Instagram-Kanal seines Vereins mit gutem Beispiel voran geht: Einheitliches Design bei den Posts, Highlights aus den vergangenen Spielzeiten, Einblicke in die Vorbereitungen und Informationen rund ums Vereinsleben. Gerade auch auf der Plattform Instagram legt der Klub einen äusserst souveränen Auftritt hin. 

Eine solche Betreuung bringt allerdings nicht nur Spass mit sich: «Es ist sehr zeitintensiv und erfordert auch eine gewisse Disziplin. Aber unsere Leute haben Freude, wenn der Verein so präsent ist. Deshalb mache ich die Arbeit gerne», erklärt Iglesias. 

Insgesamt kümmern sich drei Personen beim FC Fislisbach um Social-Media-Aktivitäten bei Facebook, Youtube und Instagram. Ein enormer Aufwand, der das Dreierteam jedoch gerne auf sich nimmt: «Wir wollen mit der Zeit gehen und dabei eine gute Visitenkarte abgeben. Jugendliche identifizieren sich mit Social Media, entsprechend haben auch unsere Junioren grosse Freude, wenn sie mal in einem Beitrag markiert werden. Solche Sachen treiben uns an.»

Gerade auch deshalb rät Iglesias den Klubs, die bisher noch keinen Kanal eröffnet haben, dies nachzuholen: «Ich verstehe, dass am Anfang vielleicht ein gewisse Zweifel existieren, aber die Klubs sollten mit der Zeit gehen, um attraktiv zu bleiben. Gerade Instagram eignet sich perfekt für Fussballvereine. Es ist die einfachste Plattform um Emotionen zu vermitteln, sie lebt von Bilder und Videos und es gibt trotzdem auch Möglichkeiten, um Mitteilungen zu posten.»

«Tik Tok war bei uns auch schon ein Thema»

Dass Instagram derzeit ein idealer Kanal für die Fussballvereine ist, kann auch Hannes Hurter bestätigen. Seit Mitte Mai betreut der Geschäftsführer vom Aargauischen Fussballverband einen AFV-Kanal. «Wir wollten schon lange einen Kanal aufgleisen. Coronabedingt hatten wir nun endlich die Zeit, um ein richtiges Konzept auszuarbeiten. Das war uns sehr wichtig, dass wir da mit gutem Beispiel vorangehen und es professionell wirkt.»

Vorbildlich ist auch die Präsenz auf den verschiedenen Kanälen beim AFV. Neben Instagram nutzen Hurter und Co. auch Youtube und Facebook um Fussballwelt im Aargau mit Content zu versorgen. «Auch TikTok war bereits ein Thema bei uns, wir wissen, dass die Plattform von vielen Jugendlichen rege genutzt wird. Wir behalten die Geschichte im Auge», erklärt Hurter. 

Der Geschäftsführer ist sich durchaus bewusst, dass es bezüglich Social Media bei einigen Klubs im Verband noch viel Steigerungspotenzial vorhanden ist. Er könne sich deshalb vorstellen, dass der AFV künftig entsprechende Workshops anbieten wird, um die Vereine zu sensibilisieren.

Generell findet Hurter, dass sich der Zeitpunkt perfekt eignet, um als Amateurverein in den sozialen Medien aktiv zu werden. «Der Zeitgeist spricht gerade für uns. Wir merken schon, dass sich die Leute nach der ganzen Kritik am Profifussball wieder auf die ehrlichen Werte des Fussballs besinnen. Zuletzt hatten wir in jedem Testspiel mehr Zuschauer als letztes Jahr.» Möglicherweise auch dank Social Media. 

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